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  • Di., 14. Februar 2017, 15:41 Uhr
    PopCHORn und EWR unterstützen Arbeit des Warbede Frauenzentrums mit einer 2.500 Euro-Spende 

    Für ein gewaltfreies Miteinander

    Erik Müller (links) und Henriette Zimmer (rechts) überreichten Regina Mayer (2. von links) und Mandy Heymann den symbolischen Scheck.

    Von Vera Beiersdörfer Als Frau sei es ihr ein persönliches Anliegen gewesen, sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Erik Müller vor Ort über die Arbeit des Warbede Frauenzentrums zu informieren, erklärte EWR-Regionalleiterin Henriette Zimmer während der Spendenübergabe heute Mittag. Nach einer erfolgreichen Konzerttour von popCHORn und EWR zum Rheinhessen-Jubiläum, erhielten drei soziale Einrichtungen im Umland  jeweils einen Spendenscheck. In Worms ging die finanzielle Unterstützung in Höhe von 2.500 Euro an die Wormser Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen.


    „Mit Leidenschaft engagieren wir uns für unsere Heimatregion. Unser Verständnis von Nachhaltigkeit ist nicht nur ökologisch geprägt, sondern bezieht sich auch auf die Menschen, die hier leben“, so Erik Müller. Gern fördere das Energieunternehmen Einrichtungen, die zu mehr Gleichberechtigung und einem gewaltfreien Miteinander beitragen. Henriette Zimmer betonte, dass die EWR AG die Inhalte, die durch die Beratungsstelle transportiert würden, sehr befürworte und man mit Sicherheit bei passender Gelegenheit erneut als Spendenpartner zur Verfügung stünde.


    Erik Müller hatte noch weitere 250 Euro des Kommunikationsdienstleisters „turnit“ im Gepäck. Die Firma verzichtete 2016 auf Weihnachtsgeschenke und hatte damals Geschäftspartner wie EWR zu Spendenideen aufgerufen.


    Arbeit an der Kapazitätsgrenze
    Als Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen bietet der Frauennotruf kostenlose persönliche und telefonische Beratungsgespräche für Betroffene an. Rund 90 Mädchen und Frauen zwischen 14 und 60 Jahren suchen das Warbede Frauenzentrum jedes Jahr auf – mehr als die Einrichtung eigentlich verkraftet. „Wir arbeiten an unserer Kapazitätsgrenze“, erklärten Regina Mayer und Mandy Heymann, Vorstand Warbede Frauenzentrum Worms. Der Zuschuss von Land und Stadt reicht nicht aus. Rund 25.000 Euro pro Jahr müssen an Eigenmitteln aufgebracht werden. „Eigentlich würden wir viel lieber über unsere Arbeit sprechen, statt immer wieder um Unterstützung bitten zu müssen“, so Regina Mayer. Umso erfreuter waren die Mitarbeiterinnen des Frauenzentrums, als EWR bereits im Januar eine Spende ankündigte.


    Vergewaltigung noch immer Tabuthema
    „Es gibt noch viel zu tun, um das Thema sexualisierte Gewalt in unserer Gesellschaft öffentlich zu machen“. So ist ein gestecktes Ziel des Vereines, durch intensive Netzwerkarbeit und Gespräche mit Fachkräften, unter anderem die medizinische Akutversorgung von vergewaltigten Frauen zu verbessern. Ein weiteres laufendes Projekt sei die Erarbeitung eines Fortbildungskonzeptes für Menschen in der Jugendarbeit. „Sie sehen, es gibt viel Arbeit, für deren Realisierung wir auf finanzielle Unterstützer wie Sie angewiesen sind“, bedankten sich Regina Mayer und Mandy Heymann bei den EWR-Mitarbeitern.

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