Fr., 24. August 2018, 07:51 Uhr
Europa-Union Worms schlägt Necla Kelek für den Preis „das unerschrockene Wort“ vor
Für Humanität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie & Menschenrechte
Der Vorstand der Europa-Union Worms folgt dem Aufruf des Wormser Oberbürgermeisters Michael Kissel und benennt die 1957 in Istanbul geborene deutsche Soziologin und Publizistin Dr. Necla Kelek als Kandidatin für den Lutherpreis „Das unerschrockene Wort“.
Zur Begründung des Vorschlages
Mit ihren Veröffentlichungen wie „Die fremde Braut" (2005) ,„Die verlorenen Söhne" (2006) oder „Chaos der Kulturen“ (2012) und in zahlreichen Interviews bezieht Kelek eindeutig Position für die Gleicheit der Geschlechter. Sie lehnt die nicht-emanzipatorische Erziehung von Mädchen, Zwangsheiraten und „Ehrenmorde“ ebenso entschieden ab wie die islamisch geprägte Parallelgesellschaft in Deutschland. Für ihre gut begründete, mutige und unerschrockene Meinungsäußerung wird Kelek von konservativen muslimischen Kreisen heftig angefeindet.
In regelmäßigen Gastbeiträgen, auch für die Wormser Zeitung, fordert die Autorin, dass die hier politisch und pädagogisch Verantwortlichen gegenüber den Migranten aus islamisch geprägten und afrikanischen Ländern ein größeres Gewicht legen sollten auf die Vermittlung unserer Werte und Prinzipien. Zu den grundlegenden Werten, die Teil des europäischen Verständnisses sind, zählen Humanität, Rationalität, Säkularität Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und die Menschenrechte. Diesen Werten fühlt sich auch die Europa-Union Worms verpflichtet, daher schlägt sie Necla Kelek für den "Lutherpreis" vor, wie Dr. Jörg Koch, der Vereinsvorsitzende mitteilt.