Projektkoordinator Ralf Schnabel, Manfred Kahms von Boatlift Europe, OB Adolf Kessel, Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach und Bereichsleiterin Angelika Zezyk besichtigen die neue Bootshalle.
Per Knopfdruck lässt sich das Boot ins Wasser ablassen, in nur wenigen Sekunden ist es einsatzbereit. Die neue Bootshalle der Feuerwehr im Winterhafen optimiert Rettungseinsätze auf dem Rhein.
Oberbürgermeister Adolf Kessel übergab das Gebäude nun seiner Bestimmung. „Die Feuerwehr übernimmt neben dem Löschen von Bränden zahlreiche weitere Aufgaben. Unter anderem gehört auch die Wasserrettung zum Leistungsspektrum“, erklärte der Stadtchef. Hierfür besitzt die Feuerwehr ein Mehrzweckboot, das bisher jedoch im Freien untergebracht war. „Dadurch war es anfällig für Witterungseinflüsse und leider auch für Vandalismus und Diebstahl“, erläuterte Stadtfeuerwehrinspekteur die Gründe für den Bau des Bootshauses. Mehrmals habe das Boot deshalb in der Vergangenheit repariert werden müssen.
Doch die neue Halle bringt noch weitaus mehr Vorteile mit sich: Die Einsatzkräfte können nun direkt vor Ort ihre Sonderschutzkleidung anlegen, das Boot ist unabhängig von der Witterung sofort einsatzbereit, also auch bei Eis und Schnee und sogar bei Hochwasser, Gerätschaften können leicht verladen werden und gerettete Personen können direkt vom Rettungsdienst in der Halle übergeben werden.
Gebaut wurde das Bootshaus von der Firma Boatlift Europe in Eich, die Kosten belaufen sich auf 125.000 Euro. Das Boot wird mithilfe einer pneumatischen Hebeanlage ins Wasser gelassen. Der Vorgang dauert 50 Sekunden. Das Rolltor lässt sich per Fernbedienung öffnen. In der Halle ist zudem auch Platz für Einsatzkleidung.
„Wir versuchen kontinuierlich die Bedingungen für unsere Einsatzkräfte zu verbessern. Neben einer adäquaten Ausstattung gehört dazu auch eine adäquate Unterbringung“, betonte OB Adolf Kessel.