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  • Do., 04. Dezember 2014, 17:04 Uhr
    Bürgermeister Kiefer und Wehrleiter Widder ziehen positives Fazit aus Großeinsatz in Gimbsheim

    Für unvorhergesehene Ereignisse bestens gerüstet

    Nach dem Großeinsatz in der Rathenaustraße in Gimbsheim, trafen sich Bürgermeister Gerhard Kiefer, Wehrleiter Horst Widder und Ortsbürgermeisterin Amanda Wucher, um die Geschehnisse aufzuarbeiten.

    „Als Beobachter des Szenarios kann ich nur eines feststellen. Eine derart organisierte Evakuierungsmaßnahme, die von allen Beteiligten und Betroffenen mit äußerstem Verständnis für die Bevölkerung und deren Sorgen und Nöten in einem solchen Fall abgelaufen ist, habe ich in meiner 24-jährigen Amtszeit in der Verbandsgemeinde Eich noch nicht erlebt. Feuerwehr, Polizei, Sanitätsorganisationen mit ihren Notärzten und weitere Hilfskräfte haben Hand in Hand gearbeitet, die Bevölkerung zielgerecht zum Sammelpunkt gebracht und nach Aufhebung des Alarms wieder in ihre Häuser begleitet. Eine solche Aktion sucht ihr Beispiel und zeigt, dass unsere Einsatzkräfte für solche unvorhergesehenen Ereignisse bestens gerüstet sind. Nochmals einen großen Dank an alle“, zog der VG-Chef sein Fazit.

    „Für uns lag der Schwerpunkt zunächst in der Brandbekämpfung im Geräteschuppen und der Verhinderung einer Ausbreitung des Feuers auf das angrenzende Wohnhaus“, führt Wehrleiter Horst Widder aus. Der Wehrleiter und die Feuerwehreinheiten sperrten die Einsatzstelle großräumig ab und löschten den Brand anschließend mit Schaum. Bis zu diesem Zeitpunkt war es eine normale Brandbekämpfung. Doch dann stellte sich heraus, dass im Schuppen Munition und eine Granate lagerten, sogar von einer Bombe war die Rede.

    Vorbildlicher Ablauf
    Nach den Vorgaben des Kampfmittelräumdienstes, der alarmiert worden war, musste die Gefahrenstelle nun in einem Radius von 300m um den Brandherd evakuiert werden. „In Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei sind wir Straße für Straße und Haus für Haus abgegangen und haben die Bewohner gebeten ihre Häuser zu verlassen und sich zur Niederrheinhalle zu begeben“, erläutert Horst Widder die Evakuierungsmaßnahmen. In ihrer Mobilität eingeschränkte Anwohner wurden durch die Sanitätsdienste zur Halle transportiert. Nach übereinstimmender Meinung aller Beteiligten insbesondere des Wehrleiters und Bürgermeister Gerhard Kiefer verlief diese Aktion vorbildlich.

    In der Niederrheinhalle wurden die Evakuierten von Ortsbürgermeisterin Amanda Wucher empfangen. Sofort waren entsprechende Helfer aus der Ortsgemeinde vor Ort, spontan erklärten sich auch Bürger bereit Hilfe zu leisten, in dem für Getränke und Sitzmöglichkeiten gesorgt wurde. Für die Kinder wurde eine Betreuung organisiert. Letztendlich waren es 380 Personen, die in der Halle von den Hilfsorganisationen mit Getränken, Suppe und Brot, sowie Obst umsorgt wurden.

    Nach Aufhebung der Evakuierung lief auch der Rücktransport reibungslos ab. Nicht zu vergessen sind ferner die Arbeiten im Hintergrund durch die Mitarbeiter der Verbands- und Ortsgemeindeverwaltung sowie der ADD und des Innenministeriums.

    „Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen funktionierte tadellos und ohne Reibungsverluste. Und wohl mit das Wichtigste ist, dass die Bevölkerung mit dieser Katastrophe und ihren Folgen äußerst diszipliniert umgegangen ist“, lautet das gemeinsame Resümee, das Bürgermeister Gerhard Kiefer, Wehrleiter Horst Widder und Ortsbürgermeisterin Amanda Wucher schlussendlich aus der Nachbesprechung der Ereignisse ziehen.

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