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  • Mi., 17. Juni 2020, 09:25 Uhr
    Herrnsheimer Schloss: Andreas Wasilakis und Dirk Beyer kritisieren derzeitige Planungen scharf

    Für Veranstaltungen nutzbar bleiben!

    Anfang Juli sollen nach derzeitigem Planungsstand die Renovierungsarbeiten am und im Herrnsheimer Schloss beginnen. So ist es der Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu entnehmen. Über den Start freuen sich auch Ortsvorsteher Andreas Wasilakis und sein Stellvertreter Dirk Beyer. Damit beginnen nämlich dringend notwendige Arbeiten, die über die nächsten Jahre andauern werden.

    Deutlich weniger erfreut und enttäuscht zeigen sich die beiden jedoch über einen Teil der Planungen aus dem Büro des Oberbürgermeisters, wonach ab dann und auch für die Zukunft Veranstaltungen mit einer Größe von mehr als 200 Personen nicht mehr zulässig sein sollen, insbesondere im Park und im Schlosshof soll es keine Großveranstaltungen mehr geben.

    Damit würden der weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte und beliebte Herrnsheimer Adventsmarkt im Märchenwald, das Rheinradeln und Teile des erfolgreichen Herrnsheimer Weinsommers ihren Veranstaltungsort dauerhaft verlieren. 

    „Mit einer solchen Festlegung macht man diese beliebten Veranstaltungen praktisch kaputt.“, so die beiden Politiker, die nachhaltig negative Auswirkungen für das kulturelle Leben im Ort befürchten. 

    Museale Nutzung geplant
    Nach dem Umbau sieht das Konzept eine museale Nutzung und den Ausbau der Dalbergakademie vor. Für die zuvor genannten Feste, aber auch die Eröffnung der Herrnsheimer Kerwe ist dann kein Platz mehr. Dafür soll nach den Vorstellungen der Verwaltung ein anderes Festgelände mit ausreichend Parkflächen in Herrnsheim erschlossen werden. Dirk Beyer kann diesen Gedanken nicht nachvollziehen: „Jeder weiß, dass die Erschließung eines alternativen Geländes mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt und die Grundstückssituation vor Ort lediglich Wunschdenken ist und in absehbarer Zeit nicht umgesetzt werden kann. Vom besonderen Ambiente ganz zu schweigen.“ 

    Kunst und Kultur Raum geben
    Daher appellieren Beide eindringlich an die Verwaltung, das Nutzungskonzept, insbesondere der Freiflächen und des Parks, vollständig neu zu überdenken und damit das bisherige ehrenamtliche Engagement der Vereine und der breit gefächerten Kunst und Kultur in Herrnsheim weiterhin Raum zu geben. „Herrnsheim lebt vom Zusammenhalt und den vielen Begegnungen auch im Rahmen der Veranstaltungen rund ums Schloss. Das soll auch in der Zukunft so sein und deshalb tun wir alles, dass das auch weiterhin ermöglicht wird.“, so Wasilakis abschließend.

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