Di., 04. Oktober 2016, 15:56 Uhr
Worms ist Modellstandort im Projekt „AlphaKommunal – Transfer. Kommunale Strategie für Grundbildung“ / Projektziel ist der Abbau von funktionalem Analphabetismus in Deutschland
Funktionalen Analphabetismus in Worms verringern
Worms ist einer von bundesweit 18 Modellstandorten im Projekt „AlphaKommunal – Transfer. Kommunale Strategie für Grundbildung“. Das vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) ausgeschriebene Projekt wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In Rheinland-Pfalz sind neben Worms und seiner Volkshochschule auch noch Trier und Neuwied Modellstandorte.
Ob im Arbeitsleben oder in der Freizeit: Für Menschen ohne Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben, Rechnen oder im EDV-Bereich ist gesellschaftliche Teilhabe schwer. Nun hat sich Worms entschlossen, Grundbildung noch stärker als bisher in der kommunalen Bildungsplanung zu verankern. Deshalb sollen neue Strategien entwickelt werden, um funktionalen Analphabetismus abzubauen und Betroffene für die Grundbildungsangebote der Volkshochschulen zu gewinnen.
Verwaltung und Arbeitgeber sensibilisieren
„Die Stadt Worms trägt der Stärkung von Grundbildungsangeboten durch die neue Stelle einer Fachbereichsleitung Arbeit, Beruf und Grundbildung an der Volkshochschule Worms Rechnung“, so Oberbürgermeister Michael Kissel. Mit dem Projekt werde die Chance, verbunden, im Projektzeitraum zusätzlich die Sensibilisierung des Arbeitsumfelds funktionaler Analphabeten in den Blick zu nehmen.
In der Lutherstadt Worms wird die lokale Grundbildungsbeauftragte Sarah Mühleck Akteure aus Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Weiterbildung systematisch vernetzen. Stützen kann sie sich dabei auf die Erfahrungen dreier Pilotkommunen, zu denen auch Kaiserslautern maßgeblich beigetragen hat.
Für Kommunen ist Grundbildungsplanung ein Instrument der Arbeitsförderung, um Potenziale für das Gemeinwesen und die Wirtschaft zu mobilisieren und soziale Transferkosten zu senken. Denn Menschen, die nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen können, sind stärker von Erwerbslosigkeit bedroht oder betroffen. Oft stehen ihnen nur einfache Tätigkeiten offen, verbunden mit niedrigem Einkommen und geringen Aufstiegschancen.
Weitere Informationen auf www.grundbildung.de