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  • Fr., 21. Oktober 2016, 12:24 Uhr
    Bilanz der Deichschau zwischen Worms und Mainz / Schäden durch Fahrzeuge an der Hochwasserschutz-Mauer in Rheindürkheim

    Funktionsfähigkeit muss gewährleistet werden

    "Die gemeinsamen Kontrollen von Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), den Örtlichen Wasser- und Naturschutzbehörden, den betroffenen Kommunen, Wasserversorgungsunternehmen und der Bundeswehr zeigten, dass sich die Deiche einschließlich der Deichschutzstreifen in einem guten Unterhaltungs- und Pflegezustand befinden", bilanzierte Dr. Hannes Kopf, Vizepräsident der SGD Süd. Aber, so Vizepräsident Dr. Kopf weiter, wurden auch einige schadhafte Stellen entdeckt. Diese wurden vor allem verursacht durch Wühltiere wie beispielsweise Wühlmäuse, Kaninchen und insbesondere Hunde. Zu Schäden komme es auch, weil die Deichböschungen widerrechtlich mit Fahrzeugen wie Traktoren oder Geländefahrzeugen befahren werden. Bei der Deichschau auffällig waren mehrere Schäden verursacht durch Fahrzeuge an der Hochwasserschutz-Mauer in Rheindürkheim. Hier müssen schwere Quadersteine aus Sandstein gerichtet und neu einzementiert werden. Bezüglich der Verursacher wird ermittelt. 


    Die Deichschaukommission wies darauf hin, dass die intensive Freizeitnutzung der Deichwege durch Radfahrer sowie parkende Autos insbesondere im Bereich Oppenheim und Polder Bodenheim zunehmend Probleme bei der Deichunterhaltung bereiten. Die Deichwege sind Betriebswege, auf denen Radfahren auf eigene Gefahr zulässig ist. Im Falle von Mäharbeiten und ähnlichem, die stets durch Beschilderung und Warnhinweise kenntlich gemacht werden, hat die Deichunterhaltung Vorrang; Parken ist hier ohnehin untersagt. Die dringende Bitte um Rücksichtnahme auch im eigenen Interesse wegen Verletzungsgefahr oder Schäden an Fahrzeugen wurde geäußert. 


    Weitere Probleme bereitete die teilweise zu dichte Bepflanzung am Deichkörper insbesondere durch Gehölze einhergehend mit der Gefahr durch Windbruch und der Durchwurzelung des Deichkörpers. Diesbezüglich sind Rückschnitt- und Fällungsmaßnahmen erforderlich. Hervorzuheben ist, dass hier in der Regel ein Konsens zwischen Hochwasserschutz und Naturschutz hergestellt wird. 


    Die Deichschaukommission äußerte auch den Hinweis, dass Landwirte den erforderlichen Abstand von fünf Metern vom Deichfuß bei der Bewirtschaftung ihrer landwirtschaftlichen Flächen nicht immer einhalten. 


    In den letzten Jahren wird eine zunehmende Ausbreitung sogenannter Neophyten beobachtet. Dabei handelt es sich um Pflanzen aus anderen Regionen, die sich zunehmend und invasiv ausbreiten und einheimische Pflanzen verdrängen. Dadurch kann die eigentliche Vegetationsdecke, nämlich eine geschlossene Grasnarbe, die für die Sicherheit der Deiche erforderlich ist, gestört werden beziehungsweise eine stoffliche Verwertung der anfallenden Heumengen erschwert werden. 


    Organisiert wurde die Deichschau zwischen Worms und Bingen von der zur SGD Süd gehörenden Deichmeisterei Budenheim. Die Deichmeisterei betreut rund 92 Kilometer Deiche am Rhein und 22 Kilometer an der Nahe. In diesem Jahr wurden 37 Kilometer zwischen Worms und Mainz vom 18. bis zum 20. Oktober 2016 begangen. 


    Ziel der Begehung der Deiche war es, Schäden und Probleme an den Deichen und im Umfeld festzustellen, die die Deichsicherheit, Deichverteidigung und die Deichunterhaltung erschweren. Nur durch ständige Kontrolle, Unterhaltung und Instandsetzung wird die Funktionsfähigkeit der Deiche dauerhaft gewährleistet, stellte Vizepräsident Dr. Kopf fest.


     

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