Do., 18. Juli 2013, 16:01 Uhr
VG Eich bemüht sich bislang erfolglos um Ausbau der Veloroute am Rhein
Für positiven Radtourismus einsetzen
Bereits im Frühjahr hatten sich Radfahrer an die Öffentlichkeit gewandt und auf den schlechten Zustand der Veloroute direkt am Rhein zwischen Gimbsheim und Oppenheim aufmerksam gemacht. Die Beschwerden nahmen in dieser Woche zu.
Die VG Eich bemüht sich bereits seit 2011 darum, den betroffenen Leinpfad zu asphaltieren. Am 16. August 2011 wurde beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtplanung ein Förderantrag auf Ausbau des Leinpfades gestellt. Nach zahlreichen schriftlichen Nachfragen an das Ministerium, erhielt man eine Rückmeldung mit dem Inhalt, dass das Antrags- und Bewilligungsverfahren zum Förderantrag derzeit geändert werde und sich das zuständige Fachreferat bei der Verbandsgemeinde Eich melden werde, sobald das Antragsverfahren beschlossen sei.
„Wir wandten uns daraufhin an Klaus Hagemann, den Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises und haben ihn gebeten in Erfahrung zu bringen, wie weit die Prüfung des Förderverfahrens nun gediehen ist“, erklärt Bürgermeister Gerhard Kiefer. In der vergangenen Woche erhielt die VG die Antwort, die das Bundesministerium Klaus Hagemann zukommen ließ und die ebenfalls sehr ernüchternd ausfiel.
Darin heißt es, „dass der Bund keine Zuständigkeit für den Bau von Radwegen an Bundeswasserstraßen besitzt und es der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) im Grundsatz nicht erlaubt ist, zu lasten des Bundeshaushalts Betriebswege so umzugestalten, dass sie qualitativ hochwertige Radwege darstellen, die in aller Regel asphaltiert sind.“
„Wir möchten den Ausbau des Leinpfades gerne voranbringen, nicht nur um unser eigenes Radwegenetz aufzuwerten, sondern wegen der positiven Auswirkungen auf den Radtourismus in der ganzen Region“, schildert Kiefer seine Reaktion auf die Antwort des Ministeriums und seine Entscheidung, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.