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So., 10. März 2024, 17:57 Uhr
OBERLIGA: TSG Pfeddersheim verliert nach starken Beginn Zuhause
Gäste erkämpfen sich den Sieg
Matthias Tillschneider macht die Vorarbeit und Sebastian Kaster schließt die Situation ab. So war der Plan. Hätte früh auch erfolgreich sein können. Doch der Ball kann der gegnerische Torhüter noch abwehren. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Beim Ausrufen der Mannschaftsaufstellung war noch alles wie gewohnt. Doch sofort nach dem Anpfiff zeigte sich die Überraschung an. Der etatmäßige Innenverteidiger Matthias Tillschneider stellte sich zu Kapitän Sebastian Kaster in die Sturmmitte. Nicht dass er diese Position nicht schon gespielt hätte, in dieser Spielzeit aber noch nicht. Trainer Mario Cuc war dazu gezwungen, etwas zu ändern, etwas Neues zu machen, einfach nur um ein Zeichen zu setzen. Diese Variante könnte Sinn machen. Sie machte es auch.
Starker Auftakt
Trainer Mario Cuc: „Wir wollten Sebastian in die Laufduelle gegen die langen Kerle bringen. Was uns auch sehr gut gelungen ist.“ Nach einem kleinen Warnschuss der Gäste in der zweiten Minute spielte die TSG überragende dreißig Minuten. Man könnte auch sagen, mit die besten in dieser Saison. Die Gäste wurden mit dieser Maßnahme etwas überrascht. Sie wussten teilweise nicht, was mit ihnen passiert. Die TSG war aggressiv im Anlaufen, zweikampfstark und vor allem sehr torgefährlich. Das neue Sturmduo, harmonierte prächtig. Die langen Bälle verlängerte Matthias Tillschneider per Kopf und Sebastian Kaster wirbelte, wie schon lange nicht mehr.
Viele Chancen, nur ein Tor
Nach acht Minuten die erste große Doppelchance der TSG. Zuerst scheiterte Kaster am gegnerischen Torhüter und im Anschluss Tillschneider am rechten Torpfosten. Der Angriffsdruck geht aber weiter. Die TSG ließ nicht locker und belohnte sich mit dem Führungstreffer. Die Gäste wehrten zunächst einen langen Ball noch ab, genau vor die Füße von Sebastian Kaster. Der fackelte nicht lange und sein Schuss trudelte ins lange Eck. Der 18-jährige Schlussmann Müller schaute nur hinterher. Es ging immer noch weiter mit der TSG. Sie ließen nicht locker. Sie wollten noch mehr und hatten auch die Gelegenheiten dazu. In der 18. Minute traf Sebastian Kaster den linken Torpfosten. Nach einem Heber über den Torhüter springt der Ball vom Innenpfosten nicht über die Linie, sondern davor und konnte im letzten Moment von einem Auersmacher geklärt werden.
Ausgleich in der 34. Minute
Knackpunkt in der Partie war der Ausgleich in der 34. Minute. In der Luft lag er zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht. Die Flanke aus dem Halbfeld konnte nicht verhindert werden und im Zentrum stand Marius Schley, völlig alleine gelassen, und köpfte unbedrängt ein. „Mental macht das mit einem Team sehr viel. Ein 3:0 wäre möglich gewesen und es steht nur 1:1. Mit einer Führung in die Pause zu gehen, hätte uns einmal gutgetan“, haderte Trainer Mario Cuc mit dem Resultat.
Rückstand nach Standard
Nach der Pause bringt sich das Team noch einmal selbst um den Lohn. Ein schnell ausgeführter Standard war zu viel für die Defensive. Sie waren sich uneinig, wie die Situation geklärt werden sollte. Es wäre kein großes Problem gewesen, wenn einer dafür die Verantwortung übernommen hätte. Ein kollegialer Tiefschlaf. Nutznießer war Jan Rebmann und trifft zum 1:2. In der Folgezeit neutralisierten sich die Teams gegenseitig. Die Partie wurde aber sehr intensiv weiter geführt. Dabei kamen keine klaren Torchancen zustande.
Belebende Einwechslungen
Die Einwechslungen brachten noch einmal frischen Wind in die Partie. Sie hatten auch die beiden besten Chancen auf dem Fuß. Zuerst scheiterte Rico Renner in einer guten Position. Kurz vor dem Ende hätte Nico Najda mehr aus seiner Torgelegenheit machen müssen. Gut durchgesetzt über die linke Seite war sein Abschluss zu schwach.
„Herz auf dem Platz gelassen“
Die TSG verliert damit ein Heimspiel, was nach dem starken Beginn nicht hätte sein müssen. Nur zwei Nachlässigkeiten in der Defensive und vorne das fehlende Glück hatten ihren Anteil an dieser Niederlage. An der Ausgangslage änderte sich dabei aber nichts. Punkte müssen unbedingt her. Mit der Leistung, aber nicht mit dem Ergebnis, war Trainer Mario Cuc durchaus zufrieden. „Sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen.“ Er lobt auch die Unterstützung von außen.
Nächstes Spiel in Diefflen
Im Rückblick auf den späten Klassenerhalt in der vergangenen Saison waren die Fans am Ende der 12. Mann auf dem Platz. Genau da muss die TSG wieder hinkommen. Die Mannschaft braucht den Impuls von außen. Dies am Besten im nächsten Auswärtsspiel, um 14 Uhr in Diefflen. Für Trainer Mario Cuc eines der schwersten Spiele in der Fremde der Saison.