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„Ganz klar eine politische Attacke”

Marcus Held weist Anschuldigungen zurück und kündigt Anzeige gegen den nun enttarnten Anonymus an

Fakten statt Vorwürfe. Marcus Held im Gespräch mit NK-Redaktionsleiter Steffen Heumann.

Fakten statt Vorwürfe. Marcus Held im Gespräch mit NK-Redaktionsleiter
Steffen Heumann. Foto: Vera Beiersdörfer

VON STEFFEN HEUMANN l  Ein kleines Watergate erschüttert gerade den Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim. Im Visier hat der Anonymus den SPD-Bundestagsabgeordneten und Oppenheimer Bürgermeister Marcus Held. 

Die Vorwürfe des Unbekannten reichen von Verdacht der Vetternwirtschaft, illegalen Parteispenden bis hin zu Unregelmäßigkeiten bei Immobiliengeschäften im Oppenheimer Neubaugebiet „Krämereck Süd”. 

Vorwürfe inhaltlich schwach
„Alles andere als ein Zufall”, weiß Marcus Held um die Wirkung eines solchen Störfeuers während der terminintensiven Vorbereitung auf den Bundestagswahlkampf. „Ganz klar eine politische Attacke”, nennt Held Ross und Reiter. Rund 50 Seiten stark ist das Dossier des Unbekannten. „Die Vorwürfe aber inhaltlich schwach”, erläutert Marcus Held geduldig Vorgang um Vorgang bis ins Detail. Er scheue keine parteiinterne Überprüfung noch die durch den Rechnungshof oder staatsanwaltliche Ermittlungen. „Es gibt keine Unregelmäßigkeiten”, weist Held die Verdächtigungen von sich. Sämtliche Vorgänge seien durch die zuständigen Gremien gegangen und von Mehrheiten beschlossen worden. „Mit demokratischen Entscheidungen hat wohl jemand ein Problem”, mutmaßt der Oppenheimer Stadtbürgermeister. 

Bald wieder zur Normalität zurückkehren
Er hoffe, bald wieder zur Normalität zurückkehren zu können. Held bedauert, dass der Anonymus einen Etappensieg errungen habe. Durch die ständigen Presseanfragen über Wochen habe seine eigentliche Arbeit zurückstehen müssen. Das treffe ihn mehrfach. Auch deshalb, weil aufgrund der bisherigen Veröffentlichungen seine Privatsphäre gelitten habe. 

„Die Sache macht mir zu schaffen”, betont Marcus Held. Zuverlässig habe er sich bislang für die Anliegen der Bürger im Wahlkreis eingesetzt. 

So schnell wie möglich wolle er weiter durch seine Arbeit überzeugen. „Es geht um meine persönliche wie politische Reputation”, zieht Held die Konsequenzen aus der „politischen Attacke”.

Anonymus ist enttarnt
Der Abgeordnete erstattet Anzeige, wegen Verleumdung, übler Nachrede und Geheimnisverrat. Keineswegs gegen „unbekannt”, denn der Anonymus ist laut Marcus Held „enttarnt”. Die unangemessene Art der Berichterstattung ohne die Reflektion der Vorwürfe auf ihren tatsächlichen Wahrheitsgehalt, habe ihn auch dazu veranlasst, gegen die geplante Berichterstattung in einem Stadtmagazin eine einstweilige Verfügung zu erwirken. „Sicher reiben sich auch Parteigenossen die Hände”, kennt Held parteiinterne Ränkespiele.  Er habe aber auch positive Erfahrungen gemacht und in der gegen ihn gerichteten Kampagne viel Zuspruch erhalten. Nicht nur von Wählern, sondern auch von Petenten aus seiner Bürgersprechstunde, wie Marcus Held betont. 

 

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

15 Kommentare für "„Ganz klar eine politische Attacke”"

  1. Alexande-Posselt sagt:

    Ich Wette um egal um was das Marcus Held sich nie etwas zu Schulden kommen hat lassen.
    Ich bin mir so Sicher dass es so etwas nicht nötig hat.
    Ich durfte ihn und seinen Familie und seine Kinder persönlich schon Kennen lernen und er hat mir persönlich schon geholfen bei einem Problem.
    So einen Betrug oder Bestechung hat er echt nicht nötig und dafür ist er überhabt nicht der Mensch!
    Lasst Ihn in Ruhe sucht euch eine andere Sau die ihr Durch Ort treiben könnt und lasst Marcus Held in Ruhe. Echt solche Spinner braucht keiner.

  2. Werner Durchblick sagt:

    Der Nibelungenkurier übernimmt hier unreflektiert die Sichtweise des Verdächtigen. Keinerlei eigene Recherche, keine kritische Fragen, keine andere Meinung. Das hat mit Journalismus nichts zu tun. Das ist Hofberichterstattung. Ist das hier eine SPD-Parteizeitung?

    • Anonymus sagt:

      Damit reiht sich der nibelungen Kurier direkt und die Reihe der AZ ein. Die Staatsanwaltschaft, der Rechnungshof und die Medien bekommen seit Januar von Mr. X Unterlagen zugesendet und die Zeitungen schreiben erst darüber nachdem Herr Held sich äußert. Ob Herr Held Fehler gemacht hat oder nicht die Zeitungen brauchen sich nicht wundern das die Leserzahlen zurück gehen und nur noch im Internet gelesen wird weil wie mein Vorgänger schon sagt für eine Parteizeitung würde ich auch nicht bezahlen…

    • Steffen Heumann sagt:

      Lieber Kommentator!

      Der Angelegenheit hat sich der NK bislang nicht angenommen, weil der NK sich nicht an einer Vorverurteilung der Person Marcus Held beteiligen möchte. Das handhaben wir so aber unabhängig von einer Parteizugehörigkeit oder Person.

      Ein Anonymus hat Informationen geliefert, aber keine Beweise, das ist das, was zählt. Solange gilt „in dubio pro reo”. Wir haben Herrn Held lediglich die Möglichkeit zu einer Stellungnahme eingeräumt.

      Parteizeitung? Wir sind auch die Zeitung für jede Partei, die für die Einhaltung der demokratischen Grundordnung steht. Sicher haben Sie die Titelstory der NK-Ausgabe vom Samstag, dem 1. April 2017, verpasst. Im NK zu Besuch: Julia Klöckner, CDU-Landeschefin.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Steffen Heumann
      Nibelungen Kurier
      Verlags GmbH

    • Steffen Heumann sagt:

      Lieber Werner Durchblick!

      Der Angelegenheit hat sich der NK bislang nicht angenommen, weil der NK sich nicht an einer Vorverurteilung der Person Marcus Held beteiligen möchte. Das handhaben wir so aber unabhängig von einer Parteizugehörigkeit oder Person.

      Ein Anonymus hat Informationen geliefert, aber keine Beweise, das ist das, was zählt. Solange gilt „in dubio pro reo”. Wir haben Herrn Held lediglich die Möglichkeit zu einer Stellungnahme eingeräumt.

      Parteizeitung? Wir sind auch die Zeitung für jede Partei, die für die Einhaltung der demokratischen Grundordnung steht. Sicher haben Sie die Titelstory der NK-Ausgabe vom Samstag, dem 1. April 2017, verpasst. Im NK zu Besuch: Julia Klöckner, CDU-Landeschefin.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Steffen Heumann
      Nibelungen Kurier
      Verlags GmbH

  3. Küstner Klaus sagt:

    Wenn der „Anonymus“ enttarnt ist, dann raus mit der Sprache. Was hindert dich daran, uns wissen zu lassen, wer das ist.

  4. Werner Durchblick sagt:

    Hallo Herr Heumann, hören Sie doch auf. Wie oft war denn der Herr Held mit Beiträgen in Ihrem Blatt in den vergangenen Jahren vertreten. Man kann doch an einer Hand abzählen, wann es keinen Held-Artikel gab. Held besucht die Hausfrauen, Held weiht eine Bank ein, Held besucht Handwerker Müller, Held empfängt jemanden in Berlin, Held feiert in Oppenheim usw. Warum nur lesen die Menschen so selten von Jan Metzler? Ich denke, Sie kennen die Antwort…

    • Hans Heitz sagt:

      Hallo Herr Werner Durchblick,
      ich nehme an, dass Sie da auch nur anonym unter dem Namen „Durchblick“ schreiben und nicht die Courage haben sich offen zu äußern! Auf jeden Fall ist der NK ein neutrales Medium, der auch davon lebt, dass Dritte ihm entsprechende Artikel und Berichte liefern bzw. der NK dann zu einer Berichterstattung eingeladen wird. Wenn das manche nicht in dem Maß machen wie z. B. Markus Held oder andere politische Mandatsträger, dann ist es doch deren Sache.
      Da haben Sie scheinbar von dem Metier der Anzeigenblätter keine AhnungDa steht man dann auch leicht auf der Stufe dieses Anonymus, Sachen raus zu posaunen die eine Institution oder einen Menschen so diskreditieren können, dass sie persönlich und gesellschaftlich erledigt sind.
      Wenn der Anonymus enttarnt wird, der über Markus Held angeblich so belastendes Material hat, dann wird es die Öffentlichkeit auch schon noch erfahren.

  5. Werner Durchblick sagt:

    Hallo Herr Heitz,

    erkennen Sie den Widerspruch?

    „Auf jeden Fall ist der NK ein neutrales Medium, der auch davon lebt, dass Dritte ihm entsprechende Artikel und Berichte liefern.“

    Wenn der NK die Artikel 1:1 übernimmt, wird das ausgenutzt, von denen, die „liefern“. Macht die Sache auch leichter, denn es gilt nur, die Flächen zwischen den Anzeigen zu füllen. Das haben Sie absolut richtig erkannt.

    Und lieber Herr Heitz, wenn ich unter Pseudonym schreibe, dann ist das meine Sache.

    • daniel maier sagt:

      Dass sich der Abgeordnete (weiterhin) selbst darstellt, ist sein Markenzeichen. Immerzu „Fotos hier, Fotos da“ an die Presse…

      Seine Aussage allerdings „ganz klar eine politische Attacke“ ist wenig untermauert: Könnte es sich einfach nur um die persönliche Attacke eines (warum auch immer verärgerten) Denunzianten handeln? Oder um das moralische Gefühl eines Whistleblowers wie Snowden?

      Wer veröffentlicht „haltlose“ Vorwürfe, beim hohen Risiko, enttarnt zu werden…. Nein, die Sicht des Whistlleblowers würde mich sehr interessieren!

  6. Simon Kalawski sagt:

    Hier kann mal sehen, wie seriöser und professioneller Journalismus zu diesem Thema aussieht, beim SWR-Fernsehen gestern Abend erschien ein ausgewogener Beitrag, in dem nicht nur der Betroffene zu Wort kommt. Sollten sich alle Held-Fans und der Herr Heumann mal anschauen:

    http://swrmediathek.de/player.htm?show=d1272310-1b0c-11e7-82fb-005056a10824

    • Steffen Heumann sagt:

      Lieber Herr Kalawski!

      Nochmal zum Verständnis. Weder der mehrminütige SWR-Beitrag mit Stellungnahme einer Expertin kommt zum Ergebnis, dass sich Herr Held auch im juristischen Sinne verantworten muss. Ein mehrseitiger Bericht im WO schließt mit der gleichen Erkenntnis.

      Es geht hier nicht um Geschmack oder Geschmäckle, sondern um die Vorverurteilung seiner Person, womöglich das einzige Ziel der Anonymus-Kampagne. Beweise sind nach wie vor Mangelware!

      Ob Held-Freund, Held-Gegner, Parteizeitung, Tageszeitung, Anzeigenzeitung, gebührenpflichtiger TV-Sender oder kostenloses Stadtmagazin spielt keine Rolle!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Steffen Heumann
      Nibelungen Kurier

  7. Werner Durchblick sagt:

    Und das Stadtmagazin WO ist nun auch erschienen. Vermutlich haben die Juristen den Text noch in ihrem Sinne abgeändert.

    http://wo-magazin.de/online-ausgabe/

    Hintergrund: https://www.youtube.com/watch?v=xFgegTAxoAg

    • Steffen Heumann sagt:

      Lieber Werner Durchblick!

      Nochmal zum Verständnis. Weder der mehrminütige SWR-Beitrag mit Stellungnahme einer Expertin kommt zum Ergebnis, dass sich Herr Held auch im juristischen Sinne verantworten muss. Ein mehrseitiger Bericht im WO schließt mit der gleichen Erkenntnis.

      Es geht hier nicht um Geschmack oder Geschmäckle, sondern um die Vorverurteilung seiner Person, womöglich das einzige Ziel der Anonymus-Kampagne. Beweise sind nach wie vor Mangelware!

      Ob Held-Freund, Held-Gegner, Parteizeitung, Tageszeitung, Anzeigenzeitung, gebührenpflichtiger TV-Sender oder kostenloses Stadtmagazin spielt keine Rolle!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Steffen Heumann
      Nibelungen Kurier

  8. Werner Durchblick sagt:

    Lieber Herr Heumann,

    im SWR kamen auch der Rechnungshof und der SPD-Landesvorsitzende zu Wort, nicht nur die Anwältin. Vor allem aber stellte der Redakteur kritische Fragen. Vermutlich kann er dies, weil der SWR unabhängiger ist als der NK, der von Held / Stadt Oppenheim / SPD regelmäßig mit Anzeigen versorgt wird. Wer beißt schon die Hand, die einen füttert?

    Da die Prüfungen noch laufen, lassen sich juristische Konsequenzen aktuell nicht ableiten. Unabhängig von diesen möglichen Folgen ist doch auch die Frage erlaubt, wie redlich das Verhalten der Beteiligten ist? Und diesen moralischen Aspekt darf ein Journalist ruhig auch beleuchten.

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