Schaustellerverband lädt Lebenhilfe ein und zieht positive Bilanz des Backfischfestes
Gaudi, Spaß und tolle Stimmung
Der Schaustellerverband Worms-Wonnegau hatte am Freitagmorgen Menschen mit Behinderung zu einem kostenlosen Backfischfestbesuch eingeladen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am Freitagmorgen ab 11 Uhr ging es rund auf dem Backfischfest und alle Karusselle drehten sich zur Gaudi der vielen Passagiere in rasanter Fahrt. Der Grund für den frühen Beginn des Rummels war die Einladung des Schaustellerverbandes Worms-Wonnegau, seine Fahrgeschäfte für Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe kostenlos zu öffnen. Rund 200 Männer und Frauen jede Alters, die von der Lebenshilfe betreut werden, waren mit ihren Begleitern meist schon lange vor 11 Uhr auf dem Festplatz und warteten ungeduldig, bis endlich los ging. Ob Riesenrad, Break Dance, Geisterschlage oder einer der andere Fahrbetriebe, alle waren gleichermaßen beliebt und sorgten bei den Mitfahren für eine tolle Stimmung. Am freudigen Glanz in den Augen konnte man sehen, wie viel Spaß die Teilnehmer des Rummelplatzausfluges hatten. Den Abschluss des wunderschönen Vormittags bildete die Verköstigung mit Speisen und Getränke.
Tolle Zwischenbilanz zum Backfsichfest
Insgesamt zog der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Worms-Wonnegau, Rene Bauer, ein positives Fazit vom bisherigen Verlauf des Backfischfestes. Einzig der erste Sonntag mit dem Umzug war aufgrund des Regens eine Katastrophe, so Rene Bauer. Aber ansonsten sei der Besuch und die Stimmung herausragend gewesen, die Wormser hätten wieder einmal gezeigt, wie sehr sie zu ihrem Backfischfest stehen. Für die nächsten Jahre hofft Rene Bauer, dass der Boom anhält und sich das Backfischfest wieder zu dem ganz großen Fest in der Region entwickelt. Ein besonders Lob ging von Rene Bauer in Richtung der Stadt Worms und der Kultur- und Veranstaltungs GmbH (KVG). Hier hätten alle an einem Strang gezogen und ein sehr gutes Resultat erzielt. Der Zustand des Festplatzes sei in den ausgebauten Bereichen schon toll, wenn so der ganze Platz wird, hätte Worms ein echtes Schmuckstück. Zurzeit hätten leider einige Biergärten bei Regen noch Probleme mit dem Boden.
Es soll bei neun Tagen bleiben
Kritisch äußerte sich Rene Bauer zu der Weinprobe am Freitag vor dem offizinellen Beginn. Er wünscht sich, dass es beim neuntägigen Backfischfest bleibe. Für die Schausteller habe dies den großen Vorteil, dass sie zunächst den Jahrmarkt in Bad Kreuznach besuchen, dann zum Backfsichfest kommen und schließlich weiter zum Wurstmarkt nach Bad Dürkheim fahren. Wichtig hierbei, dass die Schausteller die entsprechenden Zeiten zum Auf- und Abbau hätten. Würde das Backfsichfest schon eien Tag vorher beginnen, fehle den Fahrgeschäften ein voller Tag, sodass sie sich für Worms oder Bad Kreuznach entscheiden.
Ausstellung im Museum
Abschließend rief Rene Bauer alle Freunde des Backfischfestes auf, sich die hoch interessante und sehr abwechslungsreiche Ausstellung über das Fest im Wormser Museum Andreasstift anzuschauen. Hier würde die Geschichte der letzten Jahre 80 Jahre noch einmal Revue passieren. Viele Fotos und Exponate würden einen tollen Einblick in Technik und Zeitgeist geben.