Wormser Bürger und Politiker erinnerten mit einer Kranzniederlegungen an das Attentat auf Adolf Hitler / Nichts von seiner Aktualität verloren
Gedenken an den 20. Juli 1944
OB Kissel legte am Montag einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Faschismus nieder. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am 20. Juli 1944 scheiterte das Attentat der deutschen Widerstandszelle um Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler. Oberst von Stauffenberg hatte im Führerhauptquartier Wolfsschanze eine Bombe deponiert, die den Diktator töten sollte. Der Anschlag misslang aber Hitler überlebte nur leicht verletzt. Im Anschluss wurden Oberst Stauffenberg und 200 weiter hohe Militärs und Persönlichkeiten, die zum Widerstand gehörten, ermordet. Damit war die Chance auf ein rasches Kriegsende vertan und das Töten sollte noch rund ein Jahr weitergehen. Dabei verloren alleine vier Millionen Deutsche und über 1,5 Millionen Sowjetbürger, darunter viele Ukrainer und Russen, ihr Leben.
Am Montagmorgen jährte sich der Anschlag zum 71. Mal. Der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel legte um 11 Uhr einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Lutherring nieder. In seiner Rede erinnerte der Stadtchef an die tragischen Ereignisse des Jahres 1944 und mahnte gleichzeitig die Aktualität des Gedenktages an. Hier sprach er die Aufmärsche der Neonazis an.