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  • Fr., 24. Oktober 2014, 10:01 Uhr
    SPD Alzey-Worms tagt in Gedenkstätte KZ Osthofen

    Gedenken und Mahnen an historischer Stätte

    Vertreter der SPD Alzey-Worms gemeinsam mit der er Geschäftsführerin des Fördervereins Projekt Osthofen e.V. Ramona Dehoff (3.v.r), dem Bundestagsabgeordneten Marcus Held (4.v.l.) und dem SPD-Bürgermeister der Stadt Osthofen Thomas Goller (1.v.l) vor dem Tor der Gedenkstätte KZ Osthofen.

    Mit der rheinland-pfälzischen Gedenkstätte KZ Osthofen wählten die Alzey-Wormser Sozialdemokraten in diesem Jahr einen in vielerlei Hinsicht besonderen Veranstaltungsort für ihre Klausurtagung. Neben einer Führung über das geschichtsträchtige Gelände am Rande der Wonnegaustadt stand die Ausrichtung der künftigen Parteiarbeit im Fokus der ganztägigen Parteiveranstaltung.


    „Als Sozialdemokraten blicken wir mit besonderem Stolz zurück auf die mutige Rede unseres Parteivorsitzenden Otto Wels vor rund 80 Jahren, die uns daran erinnern soll, dass jeder einzelne stets Verantwortung für das politische Geschehen trägt“, begrüßte die Vorsitzende der SPD Alzey-Worms Kathrin Anklam-Trapp die Genossinnen und Genossen im Tagungsraum der Gedenkstätte KZ Osthofen. Damals habe die SPD Stärke bewiesen, indem sie als einzige Partei jenes Gesetz ablehnte, mit dem die Nazis die Demokratie und Verfassung der Weimarer Republik beseitigen wollten. Als stärkste Kraft im Landkreis Alzey-Worms, wolle man auch künftig die Politik auf Basis dieser traditionellen sozialdemokratischen Grundwerte gestalten.


    Einen besonderen Dank sprachen die Genossen unter anderem Ramona Dehofff aus. In Vertretung des neuen Vorsitzenden Klaus Hagemann führte die Geschäftsführerin des Fördervereins Projekt Osthofen e.V. die Tagungsgäste mit fachkundigen Informationen durch die Anlage. „Dass sich die Besucherzahlen seit 2012 fast verdoppelt haben, spricht für den hohen zeitgeschichtlichen Stellenwert dieser Einrichtung, die immer stärker zu einem Besuchermagneten avanciert“, lobten Anklam-Trapp und der Osthofener Bürgermeister Thomas Goller die Arbeit des 120 Mitglieder starken Fördervereins und des NS-Dokumentationszentrums der Landeszentrale für politische Bildung in der Gedenkstätte.


    Das Areal am Ziegelhüttenweg 38 in Osthofen hatte bis zu seiner heutigen Bestimmung als Gedenkstätte unterschiedliche Nutzungen erfahren. In den Gebäuden einer ehemaligen Papierfabrik entstand kurz nach der Machtübernahme der NSDAP das KZ Osthofen, wo vom Frühjahr 1933 bis Sommer 1934 Gegner des NS-Regimes, allen voran Mitglieder der KPD, der SPD und Gewerkschafter, aber auch Angehörige des Zentrums, Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und andere gefangen gehalten wurden. Die heutige Gedenkstätte des Landes Rheinland-Pfalz wird jährlich von mehr als 16.500 Besuchern besichtigt.

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