Sa., 26.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 06. Juli 2016, 10:39 Uhr
    Führungen für Schulklassen zur Sonderausstellung „Der Große Krieg im Kleinformat“ im Museum der Stadt Worms 

    Geeignet im Rahmen des Kunst- oder Geschichtsunterrichtes

    Zur Sonderausstellung „Der Große Krieg im Kleinformat – Graphik und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg“ bietet das Museum der Stadt Worms auch ein museumspädagogisches Angebot speziell für Schulklassen an. Die Führungen lassen sich gut in den Lehrplan der Fächer Geschichte und Kunst ab der neunten Klassenstufe integrieren.

     Darüber hinaus wird hier auch der Bezug zur Stadt Worms hergestellt, der so die Lokal- und Regionalgeschichte für Schüler erlebbar macht. Die Führung kostet inklusive Museumseintritt ab einer Gruppengröße von zehn Schülern je 1,30 Euro pro Person, ansonsten zahlen die Jugendlichen jeweils 1,50 Euro. Individuelle Termine können per E-Mail unter museumsvermittlung@worms.de oder von Dienstag bis Freitag, von 10 Uhr bis 17 Uhr unter Telefon 06241/853-4120 gebucht werden.

    Wie haben Künstler den Ersten Weltkrieg erlebt? Und was widerfuhr den früheren Generationen während des Ersten Weltkrieges in Worms? In museumspädagogischen Führungen speziell für Schüler vermittelt das Museum der Stadt Worms Antworten auf diese Fragen. In einer einstündigen Tour durch die Ausstellung werden ausgewählte Exponate fokussiert und in einem altersgerechten Dialog mit den Schülern besprochen. Die Bilder sind unter anderem nach Themen wie „Krieg der Maschinen“, „Krieg der Bilder“ oder „Religion“ geordnet. Diese Struktur der Ausstellung erleichtert die Einordnung in den Kunst- oder Geschichtsunterricht ab der neunten Klassenstufe. „Das Spektrum der Werke reicht von der anfänglichen Kriegsbegeisterung bis hin zur fassungslosen Verzweiflung im Angesicht der Schrecken des industrialisierten Krieges“, erklärt Dr. Olaf Mückain, wissenschaftlicher Museumsleiter, und führt aus: „Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, um authentische Zeugnisse und Darstellungen in den Unterricht zu integrieren.“

    Auch der Bezug zur eigenen Stadt wird den Jugendlichen vermittelt. Anhand von Zeitdokumenten wie Polizeiprotokollen und Versicherungskorrespondenzen, die aus dem Wormser Stadtarchiv stammen, erfahren sie, wie die vorherigen Generationen die Kriegswirren in Worms erlebt haben.

    Über die Ausstellung
    Die aktuelle Sonderausstellung „Der Große Krieg im Kleinformat – Graphik und Medaillenkunst  zum Ersten Weltkrieg“ im Museum der Stadt Worms im Andreasstift stellt noch bis zum 18. September Künstlergraphiken und Medaillenkunst aus. „Diese waren mit ihrem kleinen Format – quasi als „heimliche Künste der Schublade“ – bestens geeignet, die Schrecken des Ersten Weltkrieges in drastischer Weise zu thematisieren“, sagt Dr. Olaf Mückain. Die Ausstellung, die von der Kölner LETTER Stiftung zusammengestellt worden ist, zeigt zahlreiche schwarz-weiß gedruckte sowie farbig nachgearbeitete Blätter, aber auch Plaketten und Medaillen der Künstler Ludwig Gies, Willibald Krain oder Paul Adolf Seehaus.

    Die hochwertigen Originalgraphiken spiegeln verschiedene künstlerische Positionen wider und zeigen zugleich unterschiedliche Bewertungen der schwerwiegenden Folgen des fortdauernden Krieges. Die schrecklichen Schlachten um Verdun und an der Somme 1916 und die Auswirkungen von der Front bis an die Heimat bilden den Anlass dafür, die Ausstellung in diesem Jahr in Worms zu zeigen. Aus der jüngeren Forschung ist bekannt, dass bereits 1916 und mehr noch im darauffolgenden Winter Versorgungsnöte, Brennstoff- und Lebensmittelknappheit die Zivilbevölkerung quälten, von Kriegsverletzten und -toten ganz zu schweigen.

    Eine repräsentative Auswahl an Dokumenten aus dem Wormser Stadtarchiv veranschaulicht diese Entwicklung in der Ausstellung und macht deutlich, dass es schon 1916 in Worms zu Hungerkrawallen, Plünderungen und Volksaufläufen kam und selbst Frauen und Kinder zu Protesten auf die Straßen gingen.

    Melchior Grossek: „Kampf“, 1923

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige TicketshopAnzeige AmtsblattAnzeige 3 Füller 1