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Sa., 18. August 2018, 20:26 Uhr
Wormatia unterliegt Werder Bremen deutlich mit 1: 6 vor 8.000 Zuschauern in der ausverkauften EWR-Arena
Gefälliges Pokalspiel statt echtem Pokalfight
VON STEFFEN HEUMANN Der Pokal lebt von der Überraschung. Die blieb am Samstagmittag in Worms aus, da sich der Favorit aus dem Norden nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Aber auch, weil die Hausherren schnell deutlich in Rückstand gerieten. Bereits in der 8. Minute schlug der wuchtige Kopfball von Yuya Osako im Kasten von Chris Keilmann ein. Und in der 21. Minute zimmerte Florian Kainz zum 2:0 für Werder unter die Querlatte ein. Die ganze Cleverness des Bundesligisten kam beim 3:0 in der 32. Minute zum Tragen. Philipp Bargfrede lupft ein feines Zuspiel im Fünfmeterraum Keilmann vorbei ins Gehäuse. Und schließlich verwandelt Max Kruse einen nicht ganz unstrittigen Elfmeter in der 41. Minute sicher zum 4:0.
Aber, Wormatia sendet ein Lebenszeichen. Nach einer Ecke bleibt Cedric Mimbala im Luftkampf Sieger. Dessen Bogenlampe senkt sich zum 4:1 in den Kasten von Jiri Pavlenka. Während die VfR-Fans den Ehrentreffer noch feiern, leistet sich die Wormatia in der Abwehr einen Fauxpas, den Maximilian Eggestein nur noch zum 5:1-Halbzeitstand verwerten muss.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Bremen schaltet einen Gang zurück und Wormatia bemüht sich, die Niederlage noch im erträglichen Bereich zu halten. Wenige einige Möglichkeiten verpufften. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte erneut Maximilian Eggestein. Der Schlusspfiff beendet ein ganz ansehnliches Fußballfest, bei dem die Mannschaft der Wormatia das Momentum Glück, aber auch den nötigen Biss vermissen ließ, damit sich der Favorit im Duell David gegen Goliath über 90 Minuten die Zähne ausbeißen muss.
Der Fokus liegt jetzt wieder auf der Liga. Genau gesagt auf dem Dienstag. Dann empfängt die Wormatia um 18.30 Uhr das Regionalliga Top-Team aus Ulm und den Pokalsieger-Besieger, der mit einem 2:1-Erfolg den Bundesligisten aus Frankfurt sensationell aus dem Wettbewerb warf.