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  • Fr., 03. Mai 2013, 14:06 Uhr
    Torffreie Blumenerde schützt die Bekassine / Auch in Worms erhältlich

    Gefährdet durch Moorzerstörung und Bejagung


    „Absolut entscheidender Faktor für den Rückgang der Bekassine ist und bleibt der Torfabbau“, berichtet NABU-Vorsitzender Matthias Bösl, „vielen Hobbygärtnern ist nicht bewusst, dass sie durch den Kauf von torfhaltiger Blumenerde zur Zerstörung von Mooren beitragen“. Besonders die herbstliche Grabpflege vor Allerheiligen ist dem NABU ein Dorn im Auge, wenn jedes Jahr Unmengen meist rußgeschwärzter Torferde auf die Gräber geschüttet werden. Außerdem wird durch den Torfabbau das im Moor gebundene Kohlendioxid freigesetzt und erhöht somit den Treibhauseffekt.

    Die Aktiven im NABU werden oft von Interessierten angesprochen, wie sie dem jeweiligen Vogel des Jahres helfen können. „Im Fall der Bekassine kann jeder einen Beitrag leisten“, weiß Bösl die Antwort, „statt in Gartencentern und Baumärkten als Blumenerde in Plastiksäcken abgepackte Moore zu kaufen, sollte man auf torffreie Substrate zurückgreifen“.

    „Die bieten wir an“, schaltet sich Sascha Tils vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Rheindürkheim ein, „wir haben verschiedene torffreie Blumenerde getestet und nun ein absolut hochwertiges Produkt im Verkauf“. Für Sascha Tils ist das selbstverständlich, denn sein Betrieb liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schutzgebiet Rohrwiesen, wo die Bekassine regelmäßig rastet. „Das ist unser Beitrag für den Vogel des Jahres und somit dem Erhalt der Moore“, sagt er abschließend.

     

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