
Die Polizei Rheinland-Pfalz erhält ein neues Spezialfahrzeug für die Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Innenminister Achim Schwickert hat das Fahrzeug für ein Pilotprojekt an das Polizeipräsidium Mainz übergeben. Der sogenannte „VKÜKW GGPV“ ist mit moderner Kontroll- und Detektionstechnik ausgestattet und soll die Verkehrsüberwachung insbesondere im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge weiter stärken.
„Mit moderner Technik erkennen wir Gefahren, bevor etwas passiert. Das neue Spezialfahrzeug unterstützt unsere Polizei dabei, Verstöße gezielt festzustellen und Fahrzeuge mit sicherheitsrelevanten Mängeln aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte Innenminister Achim Schwickert. Wer Menschen oder schwere Lasten transportiere, so der Minister weiter, trage eine besondere Verantwortung. So können aufgrund der hohen Fahrzeugmassen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr technische Defekte, Überladungen, Verstöße gegen Sozialvorschriften oder Mängel bei der Ladungssicherung erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer verursachen.
Das neue Kontrollfahrzeug verfügt u.a. über Technik zur Vermessung von Lastkraftwagen, zur Klassifizierung von Fahrzeugen und zur Überprüfung von Gefahrguttransporten. Zudem ist es mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, mit der beispielsweise Reifen und Bremsanlagen kontrolliert werden können. Darüber hinaus kann das Fahrzeug digitale Fahrtenschreiber mittels „Dedicated Short Range Communication“ (DSRC) bereits während der Vorbeifahrt auslesen. Dadurch können mögliche Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie Hinweise auf Manipulationen frühzeitig erkannt und Fahrzeuge gezielt für weitergehende Kontrollen ausgewählt werden. Die Polizei kann ihre Kontrollmaßnahmen dadurch flexibler, effizienter und zielgerichteter durchführen.
Die Entwicklung des Fahrzeugkonzeptes wurde durch das Polizeipräsidium Mainz begleitet. Nach umfangreichen Erprobungen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und datenschutzrechtlichen Prüfungen konnte das Fahrzeug nun ausgeliefert werden. Das Spezialfahrzeug wird nun zunächst für ein Jahr beim Polizeipräsidium Mainz erprobt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Entscheidung dienen, ob das Konzept künftig auch an weiteren Standorten der Polizei Rheinland-Pfalz eingesetzt wird.
Beitrag aus der Rubrik