Mo., 16. Dezember 2019, 12:26 Uhr
HSG WORMS: Wormser Drachen feiern hart erkämpften 26:24 Heimerfolg gegen den TuS Dansenberg II
Geglückte Revanche
Eine geglückte Revanche für die Hinspiel-Niederlage und zugleich den vierten Heimsieg in Serie bejubelten die Handballer der HSG Worms am Sonntagabend im Heimspiel gegen den TuS Dansenberg II. Im letzten Spiel des Handball-Jahres 2019 feierten die Wormser Drachen einen hart erkämpften 26:24 (15:14)-Heimerfolg gegen den erwartet starken Aufsteiger, der mit gleich zwei Akteuren aus dem Drittligakader seiner ersten Mannschaft antrat. „Das war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende haben wir uns für einen kämpferischen und willensstarken Auftritt belohnt. Mit dem Sieg können wir mit einem guten Gefühl in die kurze Winterpause gehen, die nächsten Big Points im Kampf um den Klassenerhalt sind auf dem Konto“, bilanzierte HSG-Trainer Marco Tremmel nach Spielende bei der Pressekonferenz.
Traditionelles Trainergespräch
Zum traditionellen Trainergespräch nach Spielende war dieses Mal nur einer von beiden Trainern gekommen. Denn Marco Tremmels’ Lautrer Pendant Sebastian Wächter war nach der emotionalen Partie nicht dazu in der Lage die richtigen Worte zu finden. Während der Trainer stattdessen vor der Nikolaus-Doerr-Halle frische Luft schnappte, kam der stellvertretende TuS-Abteilungsleiter Michael Holstein ans Mikrofon. Er gratulierte, wie es sich für einen fairen Verlierer gehört, zum Heimsieg. Jedoch kam auch der Vereinsoffizielle der Gäste nicht ganz darum herum, eine aus Sicht der Dansenberger entscheidende Fehlentscheidung der Schiedsrichter zu kommentieren. Rund 20 Sekunden vor Schluss wurde Rückraumspieler Maurice Lamotte ein Tor aufgrund eines Schrittfehler abgepfiffen. Statt dem 25:25-Ausgleich blieb die HSG mit 25:24 in Front und erhöhte mit der Schlusssirene durch Marvin Seyfried auf 26:24.
Mit 15:14-Führung in die Pause
Aber von vorne: Zu Beginn der Partie waren es die Hausherren, die klar dominierten. Nach fünf Minuten führten die Wormser Drachen mit 5:2. Immer wieder provozierte die Wormser 6:0-Deckung Fehler des Gegners, die mit schnellen Toren bestraft wurden. Wie in der Vorwoche, überzeugte erneut Florian Sturm aus der zweiten Mannschaften mit Toren aus dem Gegenstoß und von Rechtsaußen. TuS-Coach Sebastian Wächter reagierte daher schnell mit einer Auszeit, um sein Team im Angriff neu einzustellen. Und diese Maßnahme zeigte bedauerlicherweise aus Sicht der Hausherren Wirkung. Der TuS fand vor allem über die Außen, allen voran durch Drittligaspieler Fabian Serwinksi, den Weg zum Torerfolg. Worms fehlten daher die einfachen Tore aus dem Tempo heraus. Im gebundenen Spiel wurde Spielmacher Konstantin Herbert durch eine offensive 5:1-Deckung abgemeldet und es fehlte an Durchschlagskraft. Folgerichtig gleich Dansenberg nach wenigen Minuten aus und drehte die Partie sogar zwischenzeitlich. Aber noch vor dem Seitenwechsel gelang den Wormser Drachen die erneute Wende, sodass die HSG mit einer 15:14-Führung in die Pause ging.
Mit allen Kräften gewehrt
Doch diese knappe Führung hatte nicht lange Bestand. Dansenberg drehte die Partie wenige Minuten nach Wiederanpfiff erneut und führte bis zur 47. Spielminute. Doch nach dem sehenswerten Rückraumwurf von Kreisläufer Moritz Brestrich zum 21:21 (48.) sollte Dansenberg nicht mehr in Führung gehen. Das lag auch durchaus ein wenig am Unvermögen der Gäste, die kurz nach dem Ausgleichstreffer geschlagenen vier Minuten in Überzahl nicht ausnutzen konnten. HSG-Spielmacher Konstantin Herbert leiste sich in der entscheidenden Phase des Spiels eine Disziplinlosigkeit gegenüber den Unparteiischen, die eine Disqualifikation zur Folge hatte. Seine Mannschaftskollegen bügelten den schweren Fehler zur Unzeit jedoch wieder aus und wehrten sich mit allen Kräften gegen eine Dansenberger Überzahl. Und so war es schließlich Konstantins Bruder Julius Herbert, der mit seinem achten Treffer des Tages das 25:24 besorgte.