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  • Do., 27. Februar 2020, 17:54 Uhr
    POLITISCHER ASCHERMITTWOCH: SPD feierte im „Zwölf Apostel“ / Dirk Beyer folgt auf Leon Giegerich

    Geheimnis um neuen Geschäftsführer gelüftet

     

    Noch bevor Dirk Beyer (rechts) Anfang April als neuer Geschäftsführer der SPD Alzey-Worms und Worms seine Arbeit aufnimmt, stellte er beim Politischen Aschermittwoch während des Fassbieranstiches mit drei Schlägen schonmal praktisches Geschick unter Beweis. Foto: Florian Helfert


    VON FLORIAN HELFERT „Manche sind hier, weil sie Singer und Songwriter Julian Thome hören möchten – manche, weil sie wissen, gleich gibt es wieder Freibier“, stimmte Jens Guth auf den Politischen Aschermittwoch zum Ende der Fasnacht im Wormser Brauhaus „Zwölf Apostel“ ein.

    Auf den Ausgang der Wahlen in Hamburg nahm der Wormser SPD-Vorsitzende eingangs nur kurz Bezug. So bezeichnete er den großartigen Erfolg der Hamburger Sozialdemokratie als ein gutes Signal sowie als Motivation für seine Partei. Dennoch schilderte er seine Sorge über den Zustand von CDU und SPD. „Derzeit entwickeln wir uns zu einer Vielparteienlandschaft, bei der Rechte und extrem Linke immer stärker werden“, trauerte er um den Wählerschwund der beiden Volksparteien.

    Radfahren fördern, ohne Autos zu verteufeln

    Wie weit auch in der Nibelungenstadt politische Vorstellungen im Wormser Stadtrat auseinanderliegen, skizzierte er anhand des Beispiels Verkehr in der Innenstadt. „Die Grünen wollen die Innenstadt autofrei machen!“ Aber nicht nur die Petersstraße oder das Stück vor der Volksbank, sondern großräumig.

    „Dann gibt es andere, die sagen“, so Guth weiter, „lasst uns die Fußgängerzone wieder für Autos öffnen“. Als SPD habe man mit der CDU hingegen einen guten Kompromiss mit einem Mix von Autos, Bus- und Bahnfahren, Fußgängern sowie Radfahrern im Blick. Radfahren fördern, ohne das Auto zu verteufeln.

    Bezahlbares Wohnen fest verankert

    „Fest verankert ist auch bezahlbares Wohnen“, verwies Guth auf den ersten Bebauungsplan, in welchem 25 Prozent geförderter Wohnraum festgeschrieben worden seien. Zudem stoße der gemeinsam mit der CDU entworfene Worms-Plan Themen wie Radwege, Sicherheit und Ordnung oder beispielsweise die Stadtentwicklung eines neuen touristischen Zentrums von Andreasstift bis Dom an.

    SPD-Bollwerk gegen rechts

    „75 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wählen CDU und FDP zusammen mit der Höcke-AfD in Thüringen einen FDP-Kandidaten zum Ministerpräsidenten“, zeigte sich Guth fassungslos. Es sei mehr als ein Tabu-Bruch. Es gefährde die Demokratie. „Wir sind das Bollwerk gegen rechts“, erklärte Guth und, dass er diese klare Haltung auch von allen anderen demokratischen Parteien erwarte.

    Abschließend überließ Jens Guth die Ehre des obligatorischen Fassbieranstiches dem künftigen Geschäftsführer der SPD Alzey-Worms und Worms. Nach drei Schlägen zapfte er bereits gut gelaunt das erste Bier und erzählte im weiteren Verlauf des Abends, sich auf die Zusammenarbeit mit Vorständen, Mitgliedern und Arbeitsgemeinschaften der SPD Alzey-Worms und Worms zu freuen.

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