
Von Marcus Diehl. Das Reserveteam der TSG Pfeddersheim scheint wieder zurück auf dem Weg in die Bezirksliga zu sein. Vor dem Start in die Rückrunde stehen sie mit vier Punkten weniger als Tabellenführer TuS Wörrstadt auf dem Relegationsplatz. Allerdings mit einem Spiel mehr als der TSV Gau-Odernheim II, welcher in seinem Nachholspiel vorbeiziehen könnte. Das Auf und Ab geht damit weiter.
Bis ins Jahr 2022 spielte die TSG II sieben Jahre lang ununterbrochen in der Bezirksliga. Nach dem Abstieg folgte die schnelle Rückkehr in die höhere Klasse. Um im folgenden Jahr wieder in die A-Klasse abzusteigen. Jetzt klopfen sie erneut an die Bezirksliga an. Ist das Team für die Bezirksliga zu schwach und zu stark für die A-Klasse Alzey-Worms? „Man könnte diesen Eindruck bekommen, wobei ich trotzdem denke, dass die Jungs Bezirksliga spielen können“, so Trainer Björn Miehe. Er hätte auch nichts dagegen, dass laut der Statistik die TSG am Ende über die Relegation den Aufstieg schaffen wird.
Es wird in dieser Saison ein extrem harter Weg zum Aufstieg. Die A-Klasse ist in der Spitze viel breiter aufgestellt als in den Vorjahren. Das weiß auch Björn Miehe richtig einzuschätzen. „Die Liga ist dieses Jahr etwas enger zusammengerückt“. Gleich fünf Vereine kommen in seinen Augen für die beiden Spitzenplätze infrage. Neben Wörrstadt und Gau-Odernheim II gehören noch der TuS Monsheim, die SG Westhofen/Gundheim und natürlich sein Team zu den Bewerbern.
Die bisherige Saisonbilanz sieht von Björn Miehe sehr zufriedenstellend aus. Eine starke Trainingsbeteiligung zeigt die Lust und den Willen seiner jungen Truppe. Was ihn negativ stimmt, ist die Tatsache, dass sie in einigen Partien immer noch Jugendfußball spielen. Das nötige Dagegenhalten und sich ihren Gegnern erwehren, ist noch nicht verinnerlicht.
Im Sommer hatten viele Spieler das Team verlassen. Der Umbruch ist gelungen. Das Mannschaftsgefüge ist deutlich besser ausgeprägt, was in der Stimmung innerhalb der Mannschaft erkennbar ist. Der Kader im Sommer wurde aufgestockt, fast nur von eigenen Akteuren aus der Jugend.
„Die Philosophie bei der TSG in der zweiten Mannschaft ist, dem eigenen Nachwuchs zu vertrauen. Sonst bräuchten wir keine Jugendarbeit zu machen“, so Björn Miehe. Ein Problem könnte bestehen, wenn Spieler in der Verbandsligatruppe aushelfen müssen. Auf Hilfe von oben ist nicht im größeren Rahmen zu rechnen. Zu knapp ist die Personallage in der „Ersten“. Für den Coach aber kein Problem. „Das ist doch der Grund, warum wir das machen. Wir geben den jungen, talentierten Spielern das Sprungbrett und führen sie an die erste Mannschaft heran. Vielleicht schafft es der eine oder andere einmal nach oben.“
Die Zusammenarbeit mit den Trainerkollegen wird im Moment wieder besser angenommen und es wird sich untereinander ausgetauscht. Was nicht immer so war, in den letzten Jahren. „Der eine nimmt es mehr an, als der andere. Jeder Trainer ist halt anders, was auch vollkommen okay ist“, sprach Björn Miehe. Er sieht seine Aufgabe auch darin, dem Kollegen zuzuarbeiten. Gleichzeitig sollte er auch die A-Jugend im Blick haben. Denn daraus werden im Sommer wieder einige integriert werden dürfen. Beide Teams trainieren an denselben Tagen unter der Woche. Daher werden sukzessive Jungs im Training bei den Herren mit eingebunden, um den Einstieg zu erleichtern.
Für die Saison 2025/26 wird Björn Miehe dem Team nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen. Er wird aus freien Stücken sein Amt zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger kann sich aber sicher sein, dass er eine intakte Mannschaft vorfinden wird.