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Do., 10. Dezember 2015, 22:56 Uhr
Nach einem enttäuschendem Wochenende wollen die Mannheimer Kufencracks am Freitag in Straubing und am Sonntag im Heimspiel gegen Wolfsburg siegen
Gelingt Adlern Wiedergutmachung?
Adler-Stürmer Ronny Arendt möchte aus Straubing drei Punkte entführen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Spieler der Mannheimer Adler haben die ganze Woche über ihre Wunden geleckt. Der Stachel der beiden Niederlagen in Berlin mit 2:6 Toren und im Heimspiel gegen Nürnberg 1:3 Tore saß tief. Zwar stehen die Adler mit 48 Punkten noch am 1. Tabellenplatz, doch folgen mit 44 Punkten Berlin sowie Iserlohn und Nürnberg mit jeweils 43 Punkte dicht auf. Und alle drei Verfolger haben zwei bzw. drei Matches weniger absolviert als Mannheim.
Das kommenden Wochenende wird für die Adler zum Charaktertest, gelingt es ihnen die passende Antwort zu geben und zurückzuschlagen oder rutschen sie in eine Krise?
Vier Faktoren zum Erfolg
Für Mannheim gibt es vier Punkte, an denen sie arbeiten müssen, wollen sie siegen:
1) Die Adler kassierten in den letzten Partien zu viele Strafzeiten. Die Disziplin muss besser werden. Auf der Strafbank gewinnt man keine Partien.
2) Die Effizienz vor dem gegnerischen Tor muss wieder gesteigert werden. Gegen Nürnberg schoss Mannheim 35 mal auf das Tor der Ice Tigers, erzielte aber nur ein Tor. Nürnberg schoss nur 17 mal aufs Mannheimer Tor, traf aber dreimal.
3) Die Überzahl funktioniert nicht mehr. Es fehlen die Ideen und die Durchschlagskraft. Hier muss Mannheim zu alter Stärke zurückfinden.
4) In Unterzahl kassierte die Adler zuletzt zu viele Tore. Hier ist mehr Stabilität in der Defensivarbeit gefordert.
Freitag in Straubing
Der erste Gegner ist am Freitag Straubing. Die Adler müssen auswärts bei den Niederbayern antreten. Es fällt schwer, die Tigers genau einzuschätzen. Zu Saisonbeginn standen sie ganz oben in der Tabelle und waren das Überfliegerteam der Liga. Doch dann wurden sie nach unten durchgereicht. Zurzeit stehen sie auf Rang elf. Am letzten Wochenende haben die Tigers nach sechs Niederlagen in Folge allerdings mit 3:2 Toren gegen Augsburg gewinnen können. Nun möchten die Niederbayern den Aufwärtstrend gegen Mannheim fortsetzen. In jedem Fall können sich die Adler auf einen heißen Tanz bei einer kampfbereiten Mannschaft gefasst machen. Das begeisterungsfähige Publikum im kleinen Eistadion wird ein Übriges tun.
Sonntag gegen Wolfsburg
Am Sonntag um 14.30 Uhr gastieren die Wolfsburg Grizzlys in der SAP-Arena. Auch Wolfsburg ist ein unangenehmer Gegner. Die Grizzlys sind schwach in die Saison gestartet, doch konnten sie sich steigern und stehen inzwischen auf Rang 9 der Tabelle. Die letzten fünf Partien konnten die Niedersachsen gewinnen. Wolfsburg ist sicher kein Top-Team der Liga und die Zukunft ist aufgrund der angespannten Finanzen im VW-Konzern ungewiss, aber für eine Überraschung sind die Grizzlys immer gut. Und in Wolfsburg sitzt der Stachel der Pleite aus den Play-Offs gegen Mannheim in der vergangen Spielzeit noch tief. Damals konnte Mannheim dreimal einen Drei-Tore-Rückstand aufholen. So trifft ein zuletzt glückloses Mannheim auf einen rachehungriges Wolfsburg, das die letzten fünf Matches gewonnen hat. Die Zuschauer können sich auf einen heißen Tanz gefasst machen.
Kader
Die Mannheimer Adler müssen wahrscheinlich auf die beiden Verteidiger Mathieu Carle und Denis Reul sowie auf Stürmer Marcel Goc verzichten. Angreifer Philip Riefers wird wieder in die Abwehr rücken.