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  • Do., 02. Mai 2024, 09:35 Uhr
    TC Bürgerweide: Erste offene Paddel-Rheinland-Pfalz Meisterschaft / Verbindung von Tennis und Squash

    Gelungene Premiere in der Pfrimmpark Arena

    Die Sieger im Mixed, Nina Stepp und Thomas Pätzold, umrahmt von den Turnierleitern Darius Gutte und Sascha Kaiser. Foto: TVRP


    Von Marcus Diehl › Was ist Padel, werden sich viele fragen! Einfach erklärt, eine neue Trendsportart, die Tennis und Squash miteinander verbindet. Der Deutsche Tennis Bund hat sich mittlerweile der Sache angenommen und treibt der Professionalisierung der Sportart heran.

    „Der Spaßfaktor ist sehr hoch. Es ist leichter zu lernen als Tennis und für jedermann geeignet. Schläger nehmen und los geht’s“, so Sascha Kaiser, verantwortlich im Vorstand des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz für die Sportentwicklung und gleichzeitig auch der 1. Vorsitzender vom TC Bürgerweide.

    Der Platz ist kleiner als beim Tennis und rundherum verkleidet mit Plexiglaswänden, der Schläger ist handlicher, die Bälle etwas kleiner und weicher. Die Regeln wurden vom Tennis übernommen. Bevor der Ball die Wände berührt, muss er auf dem Boden aufschlagen. Der Spaß steht dabei im Vordergrund.

    Gespielt wird meistens im Doppel. Geschult wird dabei die Koordination und die Handlungsschnelligkeit. Gegenüber dem Tennis, wo vieles mit Kraft betrieben wird, wird beim Paddel auf Taktik und Geschicklichkeit gesetzt.

    Pfrimmpark Arena als Anlaufpunkt
    Anlaufpunkt in Worms ist die Pfrimmpark Arena des TC Bürgerweide. Als einer der wenigen Vereine in Rheinland-Pfalz stehen dort zwei Courts zur Verfügung. Dies zeigt den Boom, der auch die Mitgliederzahlen steigen lässt. „Wir besitzen die Padel-Anlage schon ein paar Jahre und profitieren natürlich dabei, was neue Mitglieder betrifft“, sagt Sascha Kaiser und fügt hinzu. „Die Jugend möchte noch Tennis spielen, so ab Jungsenioren, ca. 30 Jahre alt, kommen sie dann auch noch zum Padel.“

    Am vergangenen Wochenende fand nun die erste offene Rheinland-Pfalz Meisterschaft statt. Die Konkurrenzen wurden in Herren 40 + 50 und im Mixed ausgespielt. Schon die ersten Ballwechsel zeigten, dass die Sportart gut für die Fitness sein kann und nicht nur den Spielern viel Spaß bereitet, sondern auch die Zuschauer durch die gezeigten Leistungen, begeistert waren.

    Zahlreiche Quereinsteiger
    Auffällig waren die zahlreichen Akteure, die in den vergangenen Jahren eine andere Sportart betrieben haben. Viele ehemalige Wormser Fußballer hatten sich angemeldet. In der Gruppe der Herren 40 kam es direkt in der ersten Runde zu einem interessanten Duell. Auf der einen Seite Thomas Pätzold und Oliver Köth vom TC Bürgerweide und auf der anderen Seite Sven Jenner und Christian Vogel.

    Die beiden „ Fußballer“ schlugen sich mehr als beachtlich und boten durchaus Paroli, auch wenn am Ende eine Niederlage kassiert wurde. In der Nebenrunde zeigten sie dann ihr ganzes Können und holten sich den ersten Platz. Das Duo zeigte, dass auch Sportler, die nicht vom Tennis kommen, beim Padel erfolgreich sein können.

    Pätzold und Köth überstanden die nächsten Runden schadlos und zogen damit ins Finale ein. Nach harten Kampf, der erst im Match-Tiebreak entschieden wurde, zogen sie leider gegen Jakob Wittmann und Julio Moraleda Castro den Kürzeren und wurden Vizemeister.

    Reines Wormser Finale
    Bei den Herren 50 kam es zu einem reinen Wormser Finale. Sechs Doppel, zuerst in zwei Gruppen eingeteilt, wollten den Turniersieg. Die beiden Gruppensieger standen im Finale. Nikolai Kugele und Javier Grau Colom besiegten Martin Braun/Christian Beil mit 6:2 und 6:0.

    Die Mixed-Konkurrenz wurde zu einer klaren Angelegenheit von Nina Stepp und Sören Pätzold. Leider standen nur drei Teams auf der Meldeliste. In „Jeder gegen Jeden“ holten sie zwei klare Siege und gewannen den Titel. Für Nina Stepp ist Padel eine schöne Abwechslung zum Tennis. „Für eine Vorbereitung zur Tennisrunde, vielleicht nicht ganz geeignet. Aber beim Padel werde ich zum Volleyspiel gezwungen, was ich normal nicht so bestreite. Für mich steht der Spaß im Vordergrund.“

    Ein Sport für jeden
    Diese Meisterschaft zeigte, dass Padel für jeden Sportler sein kann. Das gemischte Teilnehmerfeld, von Tennis- oder Nichttennisspieler, zeigt diese These, wirkungsvoll auf. Eine Trendsportart für Jedermann egal welchen Alters.

    Sie zeigten auch in einem Padel Court eine sehr gute Figur. Normalerweise kennt man Christian Vogel und Sven Jenner von einer anderen Sportart (von links). Foto: Felix Diehl


      
     
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