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Mo., 31. Januar 2022, 20:05 Uhr
TSG Pfeddersheim: Wormser Fußball-Oberligist unterliegt im Testspiel beim Oberliga-Topteam SV Eintracht Trier nach guter Vorstellung knapp mit 2:3 (1:3)
Gelungener Test trotz Niederlage
Erster Torschütze der TSG Pfeddersheim im Jahr 2022: Melchisedec „Mel“ Yeboah (vorne) traf im Testspiel bei SV Eintracht Trier zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss. Der Pfeddersheimer Stürmer zeigte beim Meisterschafts-Anwärter eine beherzte Leistung. Archivfoto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap | Manchmal sind Ergebnisse nicht mehr als Schall und Rauch. Gerade, wenn es sich um ein Testspiel handelt. Und manchmal kann selbst eine Niederlage positiv stimmen. „Wir sind mit einem guten Gefühl heimgefahren“, fasste Daniel Wilde, Trainer der TSG Pfeddersheim, das Testspiel des Tabellenachten der Süd-Staffel der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar bei SV Eintracht Trier, dem Klassenprimus der Nord-Staffel, durchaus angetan von der Leistung seiner Mannschaft zusammen.
Zwar gab es wie auch schon eine Woche zuvor beim Jahresauftakt gegen den starken Verbandsligisten FC Basara Mainz für die Truppe von Daniel Wilde erneut eine knappe Niederlage. Das 2:3 (1:3) beim Aufstiegs-Anwärter hinterließ allerdings einige gute Eindrücke, die für den weiteren Verlauf der Spielzeit 2021/2022 durchaus Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt für die TSG Pfeddersheim machen sollte.
TSG versemmelt Anfangsphase
Wobei: Die erste Aktion der Partie gefiel Daniel Wilde nicht wirklich. Einen Ballverlust auf der linken Seite nutzte Trier im Stil einer echten Spitzenmannschaft durch Robin Garnier zur frühen Führung eiskalt aus (2.). Danach kam Pfeddersheim besser ins Spiel und hatte durch Sebastian Kaster die Chance zum Ausgleich (10.).
Insgesamt jedoch bestimmte Trier (Wilde: „Wir haben bis Mitte der ersten Hälfte zu tief verteidigt“) das Geschehen. Logische Folge: der zweite Treffer durch einen satten Torschuss von Yannik Debrah aus 15 Metern unhaltbar in die Maschen (20.).
Huth, Kaster und Yeboah glänzen
Die schönste Aktion der ersten Hälfte hatte aber die Offensive der Gäste parat. Patrick Huth bedient Sebastian Kaster mit einem klasse Pass, der Mittelstürmer lupft das Leder an den Pfosten, Melchisedec Yeboah drückt die Kugel zum 1:2-Anschluss über die Linie (37.). Die drei Angreifer der TSG konnten nicht nur in dieser Szene überzeugen.
Nach den vielen Verletzungen und Ausfällen im Angriff der TSG im ersten Teil der Saison strahlt Pfeddersheim nun wieder Torgefahr aus. Bitter nur: Kurz vor der Pause gab’s für Wilde und Co. den nächsten Dämpfer, als ein leichter Kontakt der Pfeddersheimer Defensive an Yannik Debrah mit einem Foulelfmeter geahndet wurde. „Eine viel zu harte Entscheidung“, fand Daniel Wilde. Dominik Kinscher war dies bei der sicheren Ausführung des Strafstoßes egal (43.). Mit 3:1 für Trier ging’s in die Pause.
TSG bestimmt zweiten Durchgang
Pfeddersheim machte dort weiter, wo die Gäste vor dem Wechsel aufgehört hatten – mit gefälligem Passspiel nach vorne. Entsprechend ließ der erneute Anschluss nicht lange auf sich warten. Wieder war es ein Zusammenspiel des TSG-Sturms über Huth und Yeboah, der im Strafraum umgestoßen wurde. Den fälligen Elfmeter netzte Sebastian Kaster souverän zum 2:3 ein (53.).
Und einen dritten Elfer hätte es laut Daniel Wilde („Das klarste Ding von allen drei Aktionen im Strafraum“) nach einem Foul an Sebastian Kaster geben müssen (72.). Der Pfiff blieb aus und auch das dritte Pfeddersheimer Tor. Egal. Am Ende überwog bei Daniel Wilde die Freude über „einen mutigen Auftritt meiner Mannschaft“. Was auch Eintracht-Trainer Josef Cinar nur bestätigen konnte: „Wenn ihr so spielt, solltet ihr mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Hoffen wir einmal, dass Josef Cinar mit dieser Einschätzung Recht behält.