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  • Mi., 23. März 2016, 16:18 Uhr
    Im Rahmen der aufsuchenden Jugendarbeit konnte Monique Steckmeier eine Ausbildung bei der Chocolaterie Holzberber vermittelt werden, die sie jetzt erfolgreich abschloss

    Gelungenes Zusammenspiel – Ein Netzwerk für Betriebe

    Gratulieren Monique Steckmeier (Mitte) zur abgeschlossenen Ausbildung: Hans-Georg Orthlauf-Blooß, Miriam Holzderber, Mitarbeiterin Patricia Weygand und Daniel Scheirich (von links)


    Das Thema Beschäftigungsförderung ist seit vielen Jahren, mit unterschiedlichen Ansätzen, ein wichtiges Anliegen der Stadt Worms. Zum einen mit dem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU)  und deren Unterstützung in den Themen des demographischen Wandel, zum anderen mit der Perspektive Menschen wieder Chancen im Berufsleben zu eröffnen.

    Der im Bereich 5 - Jugend, Soziales und Wohnen angesiedelte Netzwerkentwickler Daniel Scheirich nimmt sich über das Projekt „Netzwerkentwickler KMU“ dieser Aufgabenstellung an und informiert und sensibilisiert die Betriebe in den Bedarfen, wie zum Beispiel Kompetenzerhalt und -entwicklung, Personalgewinnung und Arbeitgeberattraktivität sowie Arbeitsorganisation.

    Als Schnittstelle zu den Unternehmen, verknüpft Scheirich die Betriebe mit Akteuren des Arbeitsmarktes, Bildungsträgern,Benchmark-Partnern sowie zielgruppennahen Institutionen, initiiert Info- und Fachveranstaltungen und  unterstützt KMU bei der Konzeptentwicklung von branchen- oder regionsspezifischen Lösungsansätzen. Dies ist ein kostenfreier Service für kleine und mittlere Unternehmen, dank der Unterstützung durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie dem Europäischen Sozialfonds. Eine vielseitige Vernetzung ist das A und O seiner Arbeit.

    Durch ein Praktikum für Ausbildung begeistert
    Dies geschah auch im Falle der Chocolaterie Holzderber in Worms, die er mit der Bewerberin Monique Steckmeier zusammenbrachte. Über die innerstädtischen Kanäle, durch Frank Burkhardt, auch Bereich 5 – aufsuchende Jugendarbeit, lernte er Monique Steckmeier, die schon einiges in ihren jungen Jahren erlebt hat, kennen und begeisterte sie für ein Praktikum im Betrieb Holzderber. Die Firma Holzderber, ein Wormser Familienunternehmen in der dritten Generation mit 25 Mitarbeitern und durchschnittlich ein bis zwei Auszubildenden, war nach dem Praktikum sofort bereit Monique Steckmeier einen Ausbildungsplatz anzubieten.

    Monique habe sich gut integriert und so sei es ihr leicht gefallen sie zu übernehmen, meinte die Chefin des Unternehmens, Miriam Holzderber. Monique Steckmeier war in ihrer zwei jährigen Ausbildung zur Verkäuferin, die sie sehr engagiert absolvierte und die sie am 21. Januar dieses Jahres erfolgreich abschloss, in drei Bereichen des Unternehmens tätig und kann somit auch in der Produktion und im Lager eingesetzt werden. Daniel Scheirich betont, dass „der Betrieb optimale Rahmenbedingungen geschaffen hat. Gerade in den Hochzeiten, wie Weihnachten und Ostern hat sich die Chocolaterie Holzderber trotzdem eingehend um Monique gekümmert.“ Es gäbe nicht viele Betriebe, die das so umfänglich betreiben.

    Unterstützung von Bistum
    Vor Beginn der Ausbildung waren sich Miriam Holzderber und Daniel Scheirich schnell einig, dass während der Ausbildungszeit ein zusätzlicher Aufwand an Betreuung und Begleitung, auch in finanzieller Hinsicht, auf den Betrieb zukommen wird. So schaltete Scheirich das Bistum Mainz mit dem vom Bistum aufgelegten „Sofortprogramm“ ein. Mit diesem Programm fördert das Bistum Mainz schon seit 1983 Klein- und Mittelbetriebe mit Zuschüssen, damit diese die Ausbildung von benachteiligten, jungen Menschen besonders fördern. So wurden schon über 4,5 Millionen Euro aus Spenden und Kirchensteuermitteln aufgebracht und damit mehr als 850 Stellen gefördert. 2015 konnten wieder 25 Jugendliche mit einem Zuschuss in ihrer Ausbildung gefördert werden.

    Hans-Georg Orthlauf-Blooß, der für das Bistum zuständige Ansprechpartner im „Sofortprogramm“ für Monique Steckmeier, merkte an, es sei „heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich Betriebe wie die Chocolaterie Holzderber, so engagiert für junge Menschen einsetzen. Das Bistum hat die Ausbildung gerne unterstützt.“ Besonders diesen Betrieben ist es zu verdanken, dass das Sofortprogramm seit über 30 Jahren mit Leben gefüllt wird. Unzählige Jugendliche haben auf diesem Wege, trotz widriger Umstände, ein erfolgreiches Berufsleben aufnehmen können.

    Interessierte Unternehmen können sich bei Daniel Scheirich telefonisch unter 06241/853-5003 oder per E-Mail unter daniel.scheirich@worms.de informieren. Weitere Informationen findet man auch auf www.za-rlp.de.

     

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