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  • Do., 07. April 2016, 11:17 Uhr
    Info-Veranstaltung der AWO Hamm mit Sabine Scriba / Lesung mit Ute Dannenfelser im Anschluss

    „Gemeindeschwester plus“ – was ist das?

    „Gemeindeschwester plus“ – was ist das? Gelesen und gehört hatten das schon viele, aber erklären konnte es niemand. Aus diesem Grunde hatte der AWO-Ortsverein in Hamm anlässlich eines „Gemütlichen Beisammenseins für Jung und Alt“ in der Bürgerstube der Gemeindehalle Hamm auch Sabine Scriba eingeladen, die im Landkreis Alzey-Worms für die Verbandsgemeinden Wonnegau, Monsheim und Eich als „Gemeindeschwester plus“ zuständig ist, um ihre Aufgaben zu erläutern.

    Im Rahmen eines Modellprojektes des Landes RLP kümmert sich Sabine Scriba als „Gemeindeschwester plus“ um betagte Menschen. Sie versteht sich als neutrale Fürsprecherin für die Wünsche und Sorgen der Menschen die 80 Jahre und älter sind und noch keine Pflege benötigen.

    Ihre Hausbesuche sollen dazu beitragen, dass Menschen auch in hohem Alter so lange wie möglich gesund und selbst bestimmt zu Hause leben können. Sie berät, stellt entsprechende Kontakte her, führt aber keinerlei pflegerischen Tätigkeiten aus. Jeder möchte natürlich solange es geht in den eigenen vier Wänden, also in der vertrauten Umgebung, wohnen und leben. Die Beratung ist kostenfrei. Die Anwesenden erhielten ein Faltblatt, um noch einmal in Ruhe den Aufgabenbereich der „Gemeindeschwester plus“ zu Hause nachlesen zu können.

     „Wir waren sieben Orgelpfeifen
    Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken lauschten die Anwesenden der Vorlesung von Ute Dannenfelser, die inzwischen 7 Bücher mit Kurzgeschichten und Gedichten veröffentlicht hat. Die Lesung erfolgte aus dem Buch „Wir waren sieben Orgelpfeifen“, ihr erstes Buch mit Leipziger Familiengeschichten.

    Wie die Orgelpfeifen wuchsen die sieben Geschwister auf, von denen Ute Dannenfelser die Älteste ist. Ohne Bitternis erinnert sie sich an die entbehrungsreiche Kindheit, in der Krieg, ständige Geldknappheit und Wohnungsnot das Alltagsleben beherrschten. Manchmal konnten nicht einmal die Kindergeburtstage der Kinder gefeiert werden. Dennoch schaute die Autorin voller Dankbarkeit auf die Zeit mit ihren Geschwistern zurück, ruft gemeinsame Erlebnisse, pfiffige Streiche, markante Begebenheiten ins Gedächtnis, die Familiengeschichte, die auch ein kleines Stück Zeitgeschichte darstellt.

    Die in Leipzig geborene Autorin verließ 1957 die DDR und ist heute in Worms ansässig.

    Durch Kopfnicken und Schmunzeln bestätigten viele der Anwesenden die wahren Begebenheiten, die auch sie in der Kriegs- und Nachkriegszeit erlebt hatten.

    „Gemeindeschwester plus“ Sabine Scriba, AWO-Vorsitzende Ursula Orth und Autorin Ute Dannenfelser (von links).


     

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