Mi., 21. April 2021, 12:18 Uhr
Rheinland-Pfalz: Große Städte gründen das „Convention Bureau Rheinland-Pfalz“ / Dynamischer Veränderungsprozess
Gemeinsam für den Geschäftstourismus
Die großen Städte in Rheinland-Pfalz rüsten sich für die Zukunft: Um den durch die Pandemie gebeutelten Geschäftstourismus wieder zu stärken, haben sich die fünf rheinland-pfälzischen Oberzentren Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern mit der Stadt Worms zusammengetan, um eine gemeinsame Institution für Kongresse, Tagungen und Meetings zu gründen.
Diese Städte, zusammengeschlossen im „Arbeitskreis Städte im Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz e.V.“ bereiten aktuell die Gründung des offiziellen „Convention Bureaus Rheinland-Pfalz“ vor. Ziel ist es, das professionelle Angebot der Städte mithilfe gebündelter Marketingmaßnahmen und Netzwerkarbeit gemeinsam zu vermarkten, zu profilieren und somit den Tagungs- und Kongressstandort Rheinland-Pfalz als Wirtschaftsfaktor weiterzuentwickeln. Darüber haben sich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck sowie die weiteren vier OB der Oberzentren in ihrer jüngsten Konferenz nach einem Impulsvortrag intensiv ausgetauscht und auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt. Unterstützung erhalten die Städte hierbei von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Die letztendliche Teilnahme ist vorbehaltlich der noch ausstehenden Ratsentscheidungen in den Städten.
„Die Städte befinden sich in einem dynamischen Veränderungsprozess – nicht zuletzt verstärkt durch die Corona-Pandemie. Der gemeinsame Schulterschluss unserer Kommunen untereinander sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Land ist nun wichtiger denn je. Daher freuen wir uns besonders, dass mit der Gründung des Convention Bureaus nun eine konkrete Lösung zur Stärkung des Geschäftstourismus erfolgt ist“, so die Runde aus Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck aus Ludwigshafen und den Oberbürgermeistern Michael Ebling aus Mainz, David Langner aus Koblenz, Wolfram Leibe (Trier), Klaus Weichel (Kaiserslautern) und Adolf Kessel (Worms).
„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiter deutlich spürbar: Insbesondere der Geschäftstourismus verzeichnete zuletzt große Einbußen, da Tagungsveranstaltungen und berufliche Meetings nur eingeschränkt möglich sind – hierunter leiden ohne Zweifel insbesondere die involvierten Akteure aus Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel. Für Rheinland-Pfalz haben wir uns zusammengetan, um diesem Trend entgegen zu wirken und das wertschöpfungsstarke Segment Geschäftstourismus langfristig wiederaufzubauen und das große Potenzial von Rheinland-Pfalz weiter zu nutzen.“
Worms und das Convention Bureau Rheinland-Pfalz
Die Beteiligung aus Worms wird über die Kultur- und Veranstaltungs GmbH gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH (wfg) gesteuert. „Tagen hat in unserer Stadt Tradition. Die Erinnerung an den Aufenthalt von Martin Luther auf dem Reichstag 1521 ist hier lebendig. Und so freuen wir uns in diesem Jubiläumsjahr besonders über diesen Zusammenschluss“, erklärt der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der wfg Oberbürgermeister Adolf Kessel. „Als Drei-Sparten-Haus bietet
Das Wormser zahlreiche Optionen. Gerade weil sich dort mit Kulturzentrum und Theater auch ein kulturelles Zentrum der Stadt befindet, haben Business-Kunden eine Vielzahl an Möglichkeiten“ fügt Petra Graen, Vorsitzende des Gesellschafterausschusses der Kultur und Veranstaltungs GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Worms, die
Das Wormser betreibt, hinzu. „Und nicht zuletzt als wichtiges Signal gegenüber dem durch Corona extrem in Mitleidenschaft gezogenen Beherbergungsgewerbe der Stadt und der erforderlichen Unterstützung darf die Initiative verstanden werden. Auch hier stellt der Geschäftsreisetourismus ein wichtiges Standbein für die Hotellerie dar“ erläutert Bernd Leitner, Leiter der Tourist Information der Stadt Worms, abschließend.