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  • Fr., 20. Februar 2015, 09:51 Uhr
    Verwaltung stößt mit ihren Kräften an ihre Grenzen / Paten gesucht

    Gemeinsam für Flüchtlinge - Asylkonferenz in Eich

    Bürgerkrieg in Syrien, IS-Terror im Irak - immer mehr Menschen sind auf der Flucht und suchen Asyl. Viele von ihnen stranden in Rheinland-Pfalz. Die Aufnahme von Flüchtlingen bleibt daher auch weiterhin eine riesige Herausforderung für die Verbandsgemeinde Eich.


    Deshalb hatte Bürgermeister Gerhard Kiefer am Mittwoch zur ersten Asylkonferenz eingeladen. Mit den kommunalen Verbänden sowie Kirchen und Ehrenamtlichen vor Ort hat Kiefer  über die anstehenden Aufgaben diskutiert und sich über die bisherigen Hilfsmaßnahmen informiert. Ihm geht es vor allem um die gesellschaftliche Integration der Asylbewerber und Flüchtlinge, die die Verwaltung aufgrund der knappen personellen Besetzung allein nicht leisten kann.


    Die Verbandsgemeinde hat derzeit 46 Flüchtlinge in 14 Wohnungen untergebracht und erwartet bis Jahresende noch ca. 30 Weitere. Es sind vor allem syrische, pakistanische, afghanische, iranische oder serbische Flüchtlinge sowie Flüchtlinge aus der Russischen Föderation.


    Deutlich wurde durch die Schilderung der Anwesenden, dass es sich vor allem um die Betreuung der Asylbewerber bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens hier in der neuen Umgebung dreht. Schon für uns einfache Abläufe wie „Wie kaufe ich etwas ein“, „Wie benutze ich einen Herd“, „Wo ist ein Arzt und wie entsorge ich meinen Müll“, stellen die Asylbewerber vor große Probleme.


    Zufrieden konnte der Bürgermeister feststellen, dass die kommunalen Verbände, Kirchen und auch stille ehrenamtliche Helfer bereits viel Gutes tun und vieles bieten, um die Flüchtlinge in das Gemeinde- und Vereinsleben zu integrieren. „Es gilt, diese Kräfte zu bündeln, die Aufgaben auf viele Schultern verteilen und ein funktionierendes Netzwerk in der Verbandsgemeinde aufzubauen. Auch wäre es schön, wenn sich ehrenamtliche Paten fänden, die die Asylbewerber auf eine bestimmte Zeit bei der Alltagsbewältigung unterstützen“, ist das Fazit von Bürgermeister Kiefer am Ende der Konferenz.


    Wichtig war allen Beteiligten, dass die Paten bei dieser Aufgabe nicht alleine gelassen, sondern fachmännisch begleitet und unterstützt werden. Dies konnte Karin Mettner, Bereichsleiterin vom Diakonischen Werk Alzey zusagen, die, um eine Anlaufstelle für den Landkreis einrichten zu können, in Kooperation mit der Rheinhessenfachklinik und der Kreisverwaltung Alzey bereits einen Förderantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingereicht hat.

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