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  • Mo., 27. November 2017, 14:38 Uhr
    Gesprächsrunde von Bildungsdezernent Waldemar Herder und IHK-Vizepräsident Michael Kundel

    Gemeinsam für gute Ausbildungsmöglichkeiten

    Einig war man sich bei der Gesprächsrunde über die Reduzierung der Schulabgänger ohne Schulabschluss.


    Erst vor wenigen Wochen haben Oberbürgermeister Michael Kissel und Michael Kundel, Vizepräsident der IHK Rheinhessen, eine Resolution zum Wirtschaftsstandort Worms unterzeichnet mit dem Ziel, die erfolgreiche Wormser Wirtschaft zukunftsorientiert zu gestalten. Hintergrund der Resolution sind veränderte Rahmenbedingungen: zum einen die zunehmende Knappheit der Gewerbeflächen im Stadtgebiet Worms, zum anderen das Thema Digitalisierung der Industrie 4.0.

    Zum Thema „Ideen und Ansatzpunkte für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft“ hatten nun Bildungsdezernent Waldemar Herder und Michael Kundel alle weiterführenden Schulen zu einer Gesprächsrunde eingeladen. „Die Vermittlung von Schülern in die duale Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, Worms als Wirtschaftsstandort weiterhin attraktiv zu gestalten und zu erhalten“, unterstrich Michael Kundel. Die Wormser Wirtschaft biete vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten an, die jedoch auch entsprechend vermittelt werden müssten, so Kundel.

    Schulabgänger an den Standort Worms binden!
    „Ein wichtiger Multiplikator hierfür ist die Berufsinformationsmesse. Die Kooperation mit den beteiligten Schulen, der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, den städtischen Einrichtungen und den Handwerkskammern ist dabei sehr gut gelungen. Wir wollen deshalb die Berufsinformationsmesse 2018 ebenso erfolgreich gestalten“, betonte Dezernent Waldemar Herder.

    Der IHK-Vizepräsident erläuterte den Schulvertretern die Inhalte der Resolution zum Wirtschaftsstandort Worms, mit der die Wirtschaft auch eine Selbstverpflichtung eingeht, die im Hinblick auf den Fachkräftenachwuchs eine wichtige Rolle spielt: Sie möchte ihre Unterstützung beim Übergang von der Schule zum Beruf weiter ausbauen. So soll etwa die erfolgreich gestartete Wormser Bildungspartnerschaft zwischen 35 Wormser Unternehmen und sämtlichen Wormser Schulen fortgeführt und ausgeweitet werden, um Schulabgängern an den Wirtschaftsstandort Worms zu binden.

    „MINT“-Fächer intensivieren
    Zudem will die Wirtschaft ihre Aktivitäten im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den so genannten „MINT“-Fächern, intensivieren und unterstützt die Stadt bei den Bemühungen darum, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu verringern, Jugendliche bei der Erlangung der Berufsreife zu unterstützen, in die Berufsausbildung zu integrieren und Abbrecherquoten zu senken. Dazu soll die Bildung von fachlichen Netzwerken aus Wissenschaft und Wirtschaft regional weiterentwickelt werden. „Wir haben eine große Chance, etwas zu verändern“, ist sich Kundel sicher.

    Auch die Stadt Worms erklärt sich in der Resolution dazu bereit, die Unternehmen und ihre Interessenvertretungen bei der Entwicklung von Handlungsstrategien zur Einstellung auf den Fachkräfteengpass und zum Ergreifen von Maßnahmen, um sich so zukunftsfähig aufzustellen, zu unterstützen. Dies betrifft insbesondere eine bessere Ausstattung der Schulen für die MINT-Fächer, aber auch die stärkere Einbindung von Eltern in den Berufswahlprozess.

    „Entscheidend ist, dass alle Netzwerkpartner weiterhin an einem Strang ziehen, um junge Menschen gezielt zu fördern, und sie damit bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten“, so Waldemar Herder.

    BU:

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