MEHRGENERATIONENHAUS NEUHAUSEN: Gartenprojekt startet 2022 in die zweite Saison
„Gemeinsam lassen wir es wachsen"
Auch im Jahr 2022 soll auf der Grünfläche hinter dem Mehrgenerationenhaus Neuhausen fleißig gegärtnert werden.
Jetzt im Winter ist nicht viel los auf der Grünfläche hinter dem Mehrgenerationenhaus (MGH) in Worms-Neuhausen. Die Natur hält Winterruhe. Das Wetter lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein. Sara Biedinger, Projektkoordinatorin des MGH, ist jedoch bereits eifrig am Planen für die zweite Saison des im letzten Jahr gestarteten Gartenprojekts.
Gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern hatte Biedinger viele Stunden im Garten verbracht. Zu Beginn wurde im Februar/März 2021 ein Plan erstellt und erste Skizzen entworfen. Nach Abschluss der Planung wurden Hochbeete angelegt, ein Insektenhotel gebaut und Erde aufgeschüttet, bevor gesät, gepflanzt, gegossen und nicht zuletzt geerntet werden konnte. Über Aufgaben und Zuständigkeiten der beteiligten Gärtner wurde in regelmäßigen Treffen entschieden. „Leider war coronabedingt nicht alles möglich, was wir uns erhofft haben“, so Biedinger. „Das geplante Erntedankfest im Herbst durfte zum Beispiel leider nicht stattfinden. Dennoch werten wir das Projekt als Erfolg und möchten schon bald mit vielen Ehrenamtlichen in eine neue Saison starten.“
Projektgelder der Aktion Mensch
Das Projekt wurde durch Projektgelder der Aktion Mensch ermöglicht. So konnte nicht nur das notwendige Material zum Bau der Hochbeete und das Saatgut oder die Pflanzen beschafft werden, sondern es war möglich, einen gelernten Landschaftsgärtner zu gewinnen, der sich der fachlichen Leitung des Projekts gegen eine kleine Aufwandsentschädigung angenommen hatte und den anderen ehrenamtlichen Helfern mit Rat, Tat und viel Herzblut zur Seite stand. Da das Projekt ausschließlich draußen stattfand, konnte auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten des MGH fleißig gewerkelt werden. Die Teilnahme an dem Gartenprojekt stand allen Interessierten offen. Egal, ob es sich um Bewohner des Wohngebiets handelte oder auch aus anderen Teilen von Worms. Kenntnisse in der Gartenarbeit wurden nicht benötigt.
Begegnungen ermöglichen
Insbesondere mit Blick auf die Herausforderungen der Pandemie war mit dem Projekt auch das Ziel verbunden, die Menschen aus ihren vier Wänden zu holen. Gerade in beengten Wohnverhältnissen haben seit Beginn der Pandemie familiäre Konflikte zugenommen, während Alleinstehende zunehmend unter Einsamkeit litten. „Menschen jeden Alters mit oder ohne Beeinträchtigung waren und sind in unserem Projekt herzlich willkommen“, so Biedinger. Ziel des integrativen Projektes ist es durch das gemeinsame Arbeiten im Garten, Begegnungen zu ermöglichen und Barrieren abzubauen sowie Bewegungs- und Beschäftigungsanreize zu schaffen aber auch Eigenverantwortung und Teamarbeit zu fördern. „Jede beteiligte Person trägt etwas zum Gelingen bei und kann spätestens bei der Ernte stolz auf das Geleistete sein“, so Biedinger weiter. Sie wünscht sich für die kommende Saison wieder viele interessierte Helfer für das Projekt. Menschen, die keine Lust auf Gärtnern haben, seien auch einfach nur zum Verweilen herzlich willkommen. Sara Biedinger hofft, dass Corona bald eine nicht mehr so große Rolle spielt und in der kommenden Saison große, gemeinsame Gartenfeste gefeiert werden können.