
Nach der Wahl in Abenheim hatte die CDU-Kreisvorsitzende und ehemalige Ortsvorsteherin Stephanie Lohr nach Angaben der dortigen SPD eine Blockade im CDU-dominierten Ortsbeirat angekündigt.
„Statt den Wählerwillen zu akzeptieren und eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle von Abenheim anzustreben, stehen bei der CDU wohl nur parteipolitische Interessen im Vordergrund“, zeigt sich SPD-Vorsitzender Markus Trutzel enttäuscht. Gerade Ortsbeiräte zeichnen sich durch Überparteilichkeit aus, so die Sozialdemokraten. Diese überparteiliche Zusammenarbeit möchte Marco Fruci auch leben: „Ein guter Antrag ist ein guter Antrag – egal von wem er kommt“, so der künftige Ortschef. Da spiele Parteipolitik keine Rolle. Der Sprecher der SPD-Ortsbeiratsfraktion Oliver Keller hofft, dass die CDU jetzt Abenheim nicht für zwei Jahre zum Stillstand verdonnert. „Die Themen müssen jetzt angegangen werden, auch wenn die Mühen erst in Jahren Früchte tragen“, so Keller.
Lohr fühlt sich zu Unrecht angegriffen
Zu den Vorwürfen befragt, fühlt sich Stephanie Lohr zu Unrecht angegriffen. Eine Blockadepolitik liege ihr sowie der CDU Abenheim fern. „Die SPD weiß am besten, wie wichtig mir in meiner Zeit als Ortsvorsteherin ein gutes Miteinander war“, kommentierte Lohr die Vorwürfe. So erinnert sie in ihrer Stellungnahme etwa daran, dass die meisten Beschlüsse im Ortsbeirat einstimmig gefasst wurden. Auch wenn sie dem Ortsbeirat nicht mehr angehöre, könne sie sagen, dass es der CDU vor Ort immer darum gegangen sei, die Interessen Abenheims zu vertreten. „Ich bin mir sicher“, so Lohr weiter, „dass sich daran nichts ändern wird“.
Beitrag aus der Rubrik