
Von Klaus Diehl „Da haben wir so manche Stund, gesessen da in froher Rund und taten singen, die Lieder klingen im Eichengrund“. Gleich drei Chöre beendeten mit dieser allen Volksweisen, das Frühlingskonzert im mitsingenden und voll besetzten Nibelungensaal des Wormser Hagenbräu. Gestaltet vom MGV 1922 Hochheim, der 1863 gegründeten Liedertafel Pfiffligheim und dem MGV 1871 Abenheim. „Gemeinsam sind wir stark“ hieß das Motto der drei traditionellen Gesangvereine und das Publikum hatte seine Freude an diesem Konzert, mit bekannten Liedern. Besonders wenn alle drei Chöre sich vor der Pause auf der Bühne zusammen fanden, mit so bekannten Weisen wie das Negro Spiritual „Niemals vergess ich den Tag“ von Rudolf Desch, oder zum Abschluss des Konzertes mit „Arcobaleno“ von Heinz Gietz oder der sizilianischen Volksweise „Viva la Gloria!, von Guiseppe Verdi, in einer Bearbeitung von Otto Groll. Eröffnet hatten das Konzert gemeinsam die Hochheimer und Pfiffligheimer Liedertafel-Sänger (Chorleiter MD Bernhard Riffel) mit „Was glänzet der „Frühling“, ein hessisches Volkslied von Hans Weiß-Steinberg, dem „Schäfer“ von Hansjakob Heuken und dem „Tri Sulara“ von Wilhelm Heinrichs. Ein besonderer Genuss der „Zottelmarsch“ von Walter Degreif, bei dem die Sänger die Stimmen eines Orchesters zum Klingen brachten. Der MGV 1871 Abenheim mit seinem Dirigenten Gerhard Wöllstein, brachte die Chorstücke „Vom Flügel eines Engels berührt“ (Bernd Stallmann), „Lebe dein Leben" (Otto Groll), und „Weit, weit weg“ (Hubert von Goisern) sehr einfühlsam zu Gehör.
Die Pfiffligheim/Hochheimer Chorgemeinschaft eröffnete den zweiten Teil des Programms mit „La Vergine degli angeli“ von Verdi, „Ihr von morgen“ und „Ich glaube“ von Udo Jürgens. Mit dabei auch die „Klausenberger“ mit ihrem Dirigenten Hubertus Holl mit einem Medley aus der „Hochzeitsnacht im Paradies“. Ehe die drei Chöre zusammen den bunten Frühlingsabend beendeten. Nicht vergessen werden darf der Auftritt des Geigennachwuchses Kai und Xixi Gabel, von der städtischen Jugendmusikschule mit den Stücken „Caprice „ von Henryk Wieniawski und dem „Allegro“ von Sergei Prokofiev.
Ein schönes, harmonisches und auch stimmungsvolles Frühjahrskonzert ging viel zu schnell zu Ende und es bleibt zu hoffen, dass diese Art von Musik und Gesang unsere schnelllebige Zeit übersteht und auch die jüngere Generation sich von Konzerten dieser Art wieder vermehrt angezogen fühlt. Bernd Bickel, 1.Vorsitzender des MGV 1922 Hochheim als Gastgeber, hatte in seiner Begrüßung wahrlich nicht zu viel versprochen.
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