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  • Fr., 12. Februar 2021, 18:58 Uhr
    NEUHAUSEN: Ev. KiTa „Abrahams Kinder“ will positives Zeichen in schwierigen Zeiten setzen / Elternbeirat lobt Engagement

    „Gemeinsam sind wir stark“

    Die liebevoll zusammengestellten Basteltüten sorgen für Abwechslung im Alltag zu Hause. Foto: pixabay/zapCulture


    VON INA POHL | Keine Durchmischung der Gruppen, Notbetreuung und viele weitere Einschränkungen bestimmen seit Monaten den Alltag in den Wormser KiTas. Eine Herausforderung, sowohl für die Kinder und Eltern, als auch für die Erzieher. Doch die KiTas geben sich trotz dieser schwierigen Situation die größte Mühe und zeigen, dass nicht immer alles negativ und schlecht ist. So auch beispielsweise die evangelische KiTa „Abrahams Kinder“ in Neuhausen. Normalerweise besuchen rund 75 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen, die Neuhausener KiTa.

    Derzeit werden dort 22 Kinder notbetreut. „Die Erzieher versuchen trotzdem für alle Kinder das Beste aus der Situation zu machen und sind wirklich sehr engagiert. Seit Januar gibt es für jedes Kind wöchentlich eine liebevoll zusammengestellte Basteltüte, die an der KiTa abgeholt werden kann“, berichtet Jasmin Nesbigall, Mutter und Mitglied des Elternbeirates der KiTa „Abrahams Kinder“. In der Tüte finden die Kinder beispielsweise verschiedene Bastelutensilien mit einer entsprechenden Anleitung, Rezepte zum Nachbacken, Geschichten zum Vorlesen und Ideen zum Malen. „Das ist wirklich super, denn so kommt ein Stück der KiTa nach Hause. Außerdem nutzen die Erzieher die Abholung der Basteltüten, um mit den Kindern kurz ins Gespräch zu kommen und sich zu erkundigen, wie es ihnen geht. Auch die Vorschulkinder werden durch gezielte Aufgaben in den Basteltüten weiter gefördert “, freut sich Nesbigall.

    So viel Normalität wie möglich bieten

    Bereits vor dem 2. Lockdown hätten die Erzieher dafür gesorgt, den Kindern so viel Normalität wie möglich zu bieten, ergänzt Gina Rausch, ebenfalls Mitglied des Elternbeirates. Da der alljährliche und bei den Kindern sehr beliebte Laternenumzug nicht wie gewohnt stattfinden konnte, haben die KiTa-Mitarbeiter kurzerhand etwas umdisponiert. „Die Erzieher bastelten im Vorfeld mit den Kindern Laternen aus Recyclingmaterialien. Diese Laternen konnten die Kleinen dann stolz bei einem internen Umzug, ohne uns Eltern, auf dem KiTa-Gelände präsentieren“, erzählt Rausch.

    Im Anschluss gab es dann für jeden einen leckeren Weckmann. Auch der Nikolaus stattete den Kindern im Dezember einen Besuch ab, natürlich coronakonform: Die Kinder konnten den Mann in Rot, gespielt von einem der Erzieher, durch die Fenster der KiTa beobachten, wie er einen Weg über das Gelände suchte. „Kurz darauf klopfte es an den Türen der Gruppen und die Kinder fanden kleine Säckchen mit Geschenken. Darunter waren auch von den Erziehern selbstgenähte Nikolaus-Fingerpuppen aus Filz. Einige der Kinder haben wirklich großen Respekt vor dem Nikolaus und waren glaube ich sehr froh, ihn nur aus der Ferne sehen zu können“, lacht Dominique Deibert-Blättler, auch Mitglied des Elternbeirates. Auch auf eine gruppeninterne Weihnachtsfeier mussten die Kinder im Dezember nicht verzichten. „Normalerweise schreiben die einzelnen Gruppen einen Wunschzettel mit Spielsachen, der dann an Weihnachten von der KiTa erfüllt wird. Da aber auch bei ‚Abrahams Kinder‘ zahlreiche Feste im letzten Jahr entfallen mussten und eine Lücke im Budget hinterlassen haben, haben wir Eltern uns zusammengetan und die Wünsche der Kinder erfüllt. So gab es trotz der Krise zahlreiche Spielsachen“, freut sich Nesbigall über den Zusammenhalt. So sei es trotz einiger Einschränkungen, eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier und ein toller Abschluss für die alle Kinder gewesen, da die Feier spontan drei Tage vorgezogen wurde, bevor es in den 2. Lockdown ging.

    „Unsere Motivation sind die Kinder“

    „Wir als Eltern wollen uns einfach bei den Erziehern für ihren tollen Einsatz bedanken. Es ist schön, dass sie mit so einem großen Engagement für die Kinder da sind, auch wenn die Kleinen nicht alle vor Ort sein können“, sind sich Nesbigall, Rausch und Deibert-Blättler einig. Auch die Solidarität unter den Eltern sei bei „Abrahams Kindern“ sehr groß und man wolle zeigen, dass auch in schwierigen Zeiten positive Dinge passieren. „Der Leitspruch unserer KiTa lautet ‚Gemeinsam sind wir stark‘. Das gilt derzeit mehr denn je. Unsere Motivation sind die Kinder. Die, die bei uns in der Notbetreuung sind, und diejenigen, die zu Hause sind. Wir hoffen, dass wir bald wieder alle in unseren Räumlichkeiten begrüßen können“, erklärt KiTa-Leiterin Manuela Landauer.
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