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Mi., 23. Oktober 2013, 15:32 Uhr
Hans-Joachim Kosubek zum Bürgermeister ernannt / Uwe Franz und Waldemar Herder neue hauptamtliche Beigeordnete im Stadtvorstand
„Gemeinsam zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger wirken"
Worms soll liebens- und lebenswert sein und bleiben: Dafür steht der neue Stadtvorstand um Oberbürgermeister Michael Kissel (3.v.l.), der neue Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (3.v.r.), die neuen hauptamtlichen Beigeordneten Uwe Franz (l.) und Waldemar Herder (2.v.r.) sowie die ehrenamtliche Beigeordnete Petra Graen (2.v.l.). Foto: Benjamin Kloos
Von Benjamin Kloos Seit Mittwoch hat die Nibelungenstadt einen neuen Stadtvorstand: Nach dem Ausscheiden Georg Büttlers als Bürgermeister der Stadt Worms wurde zu Beginn der jüngsten Stadtratssitzung die zuvor gewählten neuen hauptamtlichen Beigeordneten ernannt und vereidigt.
Neuer Erster hauptamtlicher Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister ist Hans-Joachim Kosubek. Der langjährige Zweite Beigeordnete und CDU-Kreisvorsitzende übernimmt damit die Funktion Büttlers, behält aber weitesgehend seine seitherigen Aufgabenbereiche mit Ausnahme der Bildung. Dafür erhält Kosubek die Aufgabengebiete Verkehrsbetriebe GmbH, Parkhausbetriebs GmbH und die Hafenbetriebe und -bahn neu hinzu. „Dies ist ein Dezernat mit viel Konfliktpotential, ich bin zuständig für alles, was stinkt, Krach macht und Ärger bereitet", betonte Kosubek mit einem Schmunzeln. „Aber mein Aufgabengebiet umfasst viele weitere spannende Aufgaben, besonders die Geschichte unserer Stadt und kulturelle Bereiche, die Feuerwehr, das Marktwesen und vieles mehr."
Oberbürgermeister Michael Kissel überreicht Hans-Joachim Kosubek die Ernennungsurkunde zum Bürgermeister. Foto: Benjamin Kloos
„Worms lebens- und liebenswert gestalten"
Neuer Zweiter Beigeordneter ist Uwe Franz. Er übernimmt von Oberbürgermeister Michael Kissel das wichtige Baudezernat, den Integrationsbetrieb Friedhöfe sowie die Freizeitbetriebe. „Dies ist für mich eine neue, sehr emotionale Situation. Danke allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Danke auch an meine Frau Elke, ohne die ich diesen Schritt nicht gegangen wäre. Diese Stadt ist mir sehr ans Herzen gewachsen, ich möchte in meiner neuen Funktion viel Positives für Worms leisten. Es ist wichtig, dass Worms lebens- und liebenswert bleibt", so Uwe Franz. „Es geht mir nicht nur um das Reparieren von Schlaglöchern oder die Verwaltung des Mangels. Es geht vielmehr darum, das Erreichte zu sichern und weiter zu entwickeln."
„Bildung als Standortfaktor"
Waldemar Herder aus Lüneburg ergänzt den neuen Stadtvorstand in den Bereichen Bildung, Jugend und Soziales im Amt des neu geschaffenen Dritten hauptamtlichen Beigeordneten. „DasThema Bildung steht für mich an erster Stelle. Dabei ist Bildung als Kette zu verstehen, die sich an Lebenssituationen orientiert und nicht nur als Schulbildung. Stadtteilherkunft und soziales Umfeld dürfen nicht zum Bildungsindikator werden. Andere Städte haben gute Vorarbeit geleistet, hier dürfen wir uns orientieren: Wie macht es Mannheim, wie Dormagen? Hier gibt es gute Beispiele für die Umsetzung der Bildungskette, von der Geburt bis in den Beruf. Hier gilt es anzusetzen, bereits in den ersten Monaten können erste Schritte zu einer guten Bildung und damit einem positiven Lebensweg gelegt werden. Dazu brauchen wir eine konkrete Maßnahmenplanung. Bildung ist ein Standortfaktor. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich gute Bildungschancen in Worms ermöglichen - für eine lebenswerte Stadt mit attraktiven Betreuungskonzepten und einer positiven außerschulischen Jugendbetreuung", betonte Waldemar Herder.
Den Stadtvorstand komplettiert Petra Graen als ehrenamtliche Beigeordnete. Graen zeichnet sich weiterhin für die Wohnungsbau GmbH, den Flughafen sowie die Liebender Feld GmbH verantwortlich.
Uwe Franz nimmt die Glückwünsche von OB Michael Kissel entgegen. Foto: Benjamin Kloos
„Enge Zusammenarbeit wichtig"
Oberbürgermeister Kissel betonte, dass dies ein „wichtiger und bedeutender Tag für Stadt, Bürger, Verwaltung und alle Beteiligten ist. Ein herzlicher Dank geht an Georg Büttler, der viele Jahre ausgezeichnete Arbeit für die Stadt und ihre Bürger geleistet. Der Stadtrat hat Hans-Joachim Kosubek zu dessen Nachfolger gewählt, ebenso wie Uwe Franz und Waldemar Herder zu weiteren hauptamtlichen Beigeordneten."
Kissel betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Dezernate. „Die Größe des Stadtvorstandes entspricht der wachsenden Fülle an Aufgaben, besonders mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung und den Ausbau der Infrastruktur - nicht nur im technischen Bereich wie bei Straßen und Schulen, sondern insbesondere im sozialen und kulturellen Bereich. Unser Ziel sollte es sein, gute Lebensqualität und sichere Zukunftsperspektiven zu schaffen - für Menschen jeden Alters, aller Kulturen und Herkunft. Ich danke Georg Büttler, Hans-Joachim Kosubek und Petra Graen für die sachbezogene Auseinandersetzung und das gute kollegiale und partnerschaftliche Miteinander. Dies wünsche ich mir auch für die Arbeit des neuen Stadtvorstandes, aber ich bin überzeugt, dass der Stadtrat hier eine gute Entscheidungen getroffen hat." Denn schließlich „sind wir alle dazu verpflichtet, zum Wohl der Bürger unserer schönen Stadt zu wirken und zu arbeiten", waren sich alle Mitglieder des neuen Stadtvorstandes einig.
Waldemar Herder legt seinen Amtseid als hauptamtlicher Beigeordneter ab. Foto: Benjamin Kloos