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  • Do., 24. November 2016, 15:06 Uhr
    Brot und Salz in Moskau für die Seebachschule / Herzlicher Empfang der Delegation der Seebachschule im Moskauer Gymnasium Nr. 1593

    Gemeinsame Traditionen

    Das Ziel des Besuchs war das offizielle gegenseitige Kennenlernen und Erkunden der Möglichkeiten für gemeinsame Projekte.

    Vom 28. Oktober bis zum 1. November trafen sich in der russischen Hauptstadt Moskau die Vertreter der russisch sprechenden Eltern der Osthofener Grundschule unter der Leitung der Lehrerin Tatiana Maltseva mit dem Schulkollegium des Moskauer Gymnasiums Nr. 1593.


    Schulen, Organisationen und Stiftungen aus insgesamt 41 Ländern kooperieren mit dem in Karlsruhe ansässigen Methodischen Rat für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kommunikation im Rahmen des von ihm initiierten Projektes „Dialog der Kulturen“. Auch die Seebachschule bekannte sich dazu und unternahm das Treffen mit der Moskauer Partnerschule, mit welcher sie bereits seit Dezember 2015 zusammenarbeitet.


    Die Seebachschule öffnet eine der Türen für den „Dialog der Kulturen“ und erwartet die ersten Schüler aus dem fernen Russland


    Dass die Seebachschule die Möglichkeit des Herkunftsunterrichts für die mehrsprachig aufwachsenden Kinder in ihrem Portfolio längst integriert hat, ist bekannt. Nun setzt sich die Schule ein neues Ziel vor Augen und möchte Partnerschaften ausbauen. Es soll einer der 27 an der Schule vertretenen Herkunftssprachen die Möglichkeit geboten werden, im Rahmen zukünftiger Austauschprojekte auch außerhalb des Unterrichts die Sprache zu vertiefen. Des Weiteren hat sich die Seebachschule um das Zertifikat „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“ beworben. Damit wagt sich die Grundschule auf das internationale ‚Parkett‘ und hofft auf weitere Unterstützung, insbesondere hier seitens der DRJA-Stiftung (Deutsch-russische Jugendaustausch).


    Zu Beginn des Aufenthalts der deutschen Delegation im Westen von Moskau wurde unter der Leitung der beiden Rektorinnen -  Frau Alekseeva vom Gymnasium Nr. 1593 in Moskau und Frau Eiden-Neesen von der Seebachschule in Osthofen - eine virtuelle Begegnung als Telefon-Video-Konferenz organisiert. Die deutschen und russischen Schüler stehen seit Anfang 2016 im Briefkontakt miteinander. Des Weiteren fanden zwischen den Teekränzchen mit selbst gebackenen russischen Piroschki auf dem würdig gedeckten Tisch zwei Treffen statt: mit Schülern, die deutsche Sprache auf dem Gymnasium 1593 lernen, und mit ihren Eltern. Am Ende der zweitägigen Konferenz wurde gegenseitig gewünscht, weitere gemeinsame Aktivitäten durchzuführen, insbesondere im Rahmen des oben genannten Projektes auf Basis des gegenseitigen Austausches über erfolgreiche Bildungstechnologien und Informationen, über methodische Lehrmaterialien und wirksame Bildungswerkzeuge, zum persönlichen Austausch von Lehrer-, Schüler- und Eltern-Delegationen oder Gruppen sowie kultureller Programme in verschiedenen Formaten. Dabei soll die interkulturelle Kommunikation ausgebaut werden mit Vertiefung in beiden Sprachen und Kulturen.


    Keine Schneeballschlachten im Winter dafür jede Menge Sonne im Sommer und ein ‚Meer‘ aus WeintraubenDie Vorstellung der Seebachschule und kurze Schilderung des deutschen Schulalltags von Frau Maltseva begeisterte die russischen Kinder. Vor allem freuten sie sich zu erfahren, dass die Pausen auf dem deutschen Schulhof draußen an der frischen Luft verbracht werden. „Dann könnten wir Schneeballschlachten in den Pausen veranstalteten!“, wandte enthusiastisch einer der aufmerksamen russischen Schüler ein, der sich schon jetzt auf den bevorstehenden Aufenthalt in Osthofen freut. Seine gute Laune wurde auch nicht nach der Bemerkung getrübt, dass es in Rheinhessen im Winter so gut wie keinen Schnee gibt, dafür jedoch jede Menge Sonne im Sommer und ein ‚Meer‘ aus Weintrauben.


    Besonders bewunderten die Delegierten der Seebachschule die schuleigenen Museen des Gymnasiums: das ethnographische Museum „Obereg“ und die „Puppen der Völker der Welt“. Auf dem caritativen Schulmarkt handelten die Schüler um ihr selbst Gebasteltes und Gebackenes. Des Weiteren staunten die Gäste aus Deutschland nicht schlecht über die Sehenswürdigkeiten während der Führung durch das historische Zentrum von Moskau: der Kreml und die Schätze der famosen Rüstkammer. Eine ganz besondere symbolische  Brücke aber baute die Einladung zu einer Vorstellung des Kreml-Balletts: hier gab es zeitgleich zur Aufführung für alle Schulkinder in Osthofen die Aufführung „Die Zauberflöte“ von W.A. Mozart.

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