60 Jahre Städtepartnerschaft Worms-St. Albans / Bei Gegenbesuch in England die Freundschaft und Verbundenheit weiter dokumentiert
„Gemeinsamen Weg weiter beschreiten. Als Partner. Als Freunde.“
Als Symbol der Verbundenheit und Geschenk aus Worms durch OB Michael Kissel wurde ein weiterer Baum in der Partnerstadt gepflanzt.
Gibt es in Worms einen St.-Albans-Platz - und wenn ja, wo ist er? Wer in Worms weiß das schon? Wissen könnte man dies seit August 2013, als in Worms sechs öffentliche Plätze nach den Wormser Partnerstädten benannt wurden. Die älteste Wormser Partnerschaft, die mit St Albans, wurde 1957 begründet und durch OB Heinrich Völker und Lord Verulam unterzeichnet. Seitdem gab es unzählige Begegnungen, darunter auch 27 Besuche städtischer Delegationen. Mitte Juni, zum „Jazz & Joy“ Festival, verbrachten neben fünf Offiziellen noch drei Mitglieder der St. Albans-Worms Partnership (Valerie Goodyear-Burrow) drei Tage in Worms. Sie waren jedoch nicht die einzigen englischen Gäste: David Maier, künstlerischer Leiter von „Jazz & Joy“, hatte fünf Gruppen (20 MusikerInnen) aus St Albans als musikalische Botschafter eingeladen – ein Novum für Worms. Neben der Teilnahme am Jazz-Festival, u.a. dem St. Albans Folk-Abend, trafen sich die Gäste mit bekannten und weiteren Wormsern beim Festakt im Herrnsheimer Schloss, genossen Führungen durch das Herrnsheimer Schloss, das Stadtzentrum und das WORMSER, besuchten das Reichsstädtische Archiv im Rathaus und die Rheingütestation, jeweils unter sachkundiger Führung.
Gegenbesuch in St. Albans
Ende September kam es nun zum Gegenbesuch in St Albans. Mit OB Michael Kissel und MdL Kathrin Anklam-Trapp, Hubert und Eva Listmann sowie Tatjana Lösch, im Büro des OB zuständig für Städtepartnerschaften, reisten noch drei Mitglieder des kürzlich gegründeten Freundeskreises Worms-St. Albans (Helga Marschang, Irene und Fritz Wolf) und genossen die Partnerstadt im Rahmen eines interessanten, von Alison Orde zusammengestellten Programms. Im Batchwood Leisure Centre mit Fitness Club und Golf Course konnten Kissel und Anklam-Trapp den Golfschläger schwingen, im Clarence Park wurde als Geschenk aus Worms durch OB Kissel ein Baum neben der vor 10 Jahren gespendeten Kaiserlinde gepflanzt. Beim Besuch des St. Albans Beer-Festivals war die Zeit viel zu knapp, um nur einen Bruchteil der insgesamt ca. 350 verschiedenen Biersorten zu verkosten. Am Folgetag assistierte OB Kissel bei der Eröffnung des Food and Drink-Festivals und maß sich mit dem Bürgermeister von St. Albans auf offener Bühne in einem Kochwettbewerb. Für Michael Kissel eine echte Herausforderung, da er, nach eigenen Angaben, sonst nur Kaffee und Tee kocht.
Freundschaft und Verbundenheit weiter dokumentiert
Natürlich gehörten der Aufstieg auf den Clock Tower, Kathedrale, Römisches Theater, Ye Old Fighting Cocks (ältestes Pub) und die ausgedehnten Freiflächen der ehemals römischen Stadt Verulamium mit zum Programm, wodurch die Besucher einen guten Einblick in diese historische und gleichermaßen moderne, lebenslustige Stadt, erhielten. Zum Abschied hatte sich Alison Orde einen besonderen Gag ausgedacht. In Anwesenheit von Mayor Iqbal Zia wurden Hubert Listmann die Roben des Bürgermeisters angelegt, in kurzer Prozession ging es in den Ratssaal – Entscheidungen musste der Kurzzeit-Mayor aus Worms jedoch nicht treffen. Beide Visiten der Delegationen sowie der fast schon übliche Besuch von Mitgliedern der St. Albans-Worms-Partnership zum Backfischfest (Teilnahme am Umzug auf dem Festwagen der Stadt Worms „mit dem Drachen“) dokumentierten die Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Städten. Trotz Brexit, für den die Mehrheit der Bewohner in St. Albans nicht gestimmt hatte, möge auch in Zukunft die gemeinsame Erklärung der Partnerstädte vom August 2013 gelten: „Partnerschaft bedeutet gegenseitiger Respekt, die Bereitschaft, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu helfen, aneinander zu wachsen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Bei Städtepartnerschaften ist dies nicht anders, auf politischer wie auch auf persönlicher Ebene. In einem vereinten Europa und in einer globalen Welt wollen wir diesen gemeinsamen Weg weiter beschreiten. Als Partner. Als Freunde.“