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So., 13. Februar 2022, 11:55 Uhr
TSG PFEDDERSHEIM: Letzter Test vor Fortsetzung der Saison 2021/2022 gegen Rheinlandligisten SG Hochwald Zerf endet für den Fußball-Oberligisten mit Nullnummer
Generalprobe ohne große Aufschlüsse
Teenager Fabian Kerth (rechts am Ball) machte seine Sache im Mittelfeld der TSG Pfeddersheim beim Test gegen die SG Hochwald Zerf ordentlich, konnte aber wie alle seine Mitspieler in der TSG-Schaltzentrale dem Offensivspiel des Oberligisten nur wenige Impulse geben. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Der Unterhaltungswert war überschaubar. Die Erkenntnisse aus dem letzten Testspiel der TSG Pfeddersheim vor der Fortsetzung der Saison 2021/2022 in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Staffel Süd mit dem ersten von vier Nachholspielen nächsten Samstag gegen den direkten Abstiegskonkurrenten FV Eppelborn waren gering bemessen. Daniel Wilde, der 33-jährige Trainer des Wormser Fußball-Oberligisten, schickte gegen die SG Hochwald Zerf, Tabellenvierter der Rheinlandliga aus der Nähe von Trier, eine Rumpfelf ins Rennen, schonte einige leicht angeschlagene Leistungsträger wie etwa Mathias Tillschneider, Fabio Schmidt, Tobias Bräuner, Waaris Bhatti, Patrick Huth, Max Lieberknecht oder Melchisedec Yeboah. Auf dem ob der Winterzeit tiefen und nur schwer bespielbaren Rasen im Uwe-Becker-Stadion entwickelte sich folglich ein zähes Fußballspiel mit nur ganz wenigen Torchancen. Eine Nullnummer war die logische Konsequenz.
Kein Klassenunterschied erkennbar
Immerhin: „Wir haben heute endlich einmal zu Null gespielt“, zog Daniel Wilde als positive Quintessenz aus dem müden Kick. Bei der Generalprobe war im Endeffekt kein Klassenunterschied erkennbar. Die Gäste störten Pfeddersheim früh in der eigenen Hälfte, was wie schon über den kompletten ersten Teil dieser Saison viele Fehlpässe im Spielaufbau der TSG zur Folge hatte. Es brauchte aber schon einen Eckball für Hochwald Zerf, um erstmals für Gefahr vor dem TSG-Tor zu sorgen. René Mohsmann schoss das Leder aber rechts am Kasten vorbei (25.).
Sebastian Kaster ist auffälligster TSG’ler
Und Pfeddersheim? Die Angriffsaktionen der Gastgeber beschränkten sich zunächst fast ausschließlich auf Sebastian Kaster. Erst war es die Hacke des Pfeddersheimer Kapitäns (30.), dann eine Direktabnahme nach Steilpass in die Spitze (35.) und schließlich die schönste Aktion der Partie, als der agile Stürmer einen Ball aus der Luft pflückt, sich dreht und knapp über die Latte donnert (55.). Ansonsten aber merkte man das Fehlen der Mittelfeldachse dem Offensivspiel der Wilde-Elf deutlich an. Kaum einmal zwingende Aktionen nach vorne, der TSG-Motor gegen einen insgesamt recht harmlosen Rheinlandligisten stotterte. Nach einem kapitalen Schnitzer der TSG-Abwehr kurz vor Spielende hätte der eingewechselte Julian Schneider beinahe sogar den Siegtreffer für die Gäste markiert, doch sein Schuss aus kurzer Distanz kullerte rechts neben das Tor (85.).
Öhler, Pollok und Mörschel nach Verletzungen zurück
Trotz der bescheidenen Vorstellung des Oberligisten schien Daniel Wilde positiv gestimmt: „Ich habe ein gutes Gefühl vor dem Match gegen Eppelborn.“ Was womöglich auch mit der Rückkehr ins Team von Marcell Öhler, Jakob Pollok und Finn Mörschel Mitte der zweiten Hälfte nach überstandenen Verletzungen zu tun hatte. Insbesondere Öhler zeigte auch gleich ein paar gute Ansätze. Bei den wenigen Chancen der TSG allerdings stand nach wie vor Sebastian Kaster im Fokus. Ein schöner Kaster-Pass auf Vllaznim Dautaj nebst Schuss des Stürmers in die Arme von SG-Torwart Jan Niklas Koltes (48.), sowie eine prima Kombination über Kaster, Rouven Amos und schließlich Jan-Philipp Schünke, der das Leder über die Latte beförderte (69.), änderte allerdings nichts am torlosen Unentschieden. Womöglich hat sich die Wilde-Elf die Tore ja für das wichtige Heimspiel gegen den FV Eppelborn aufgespart …