Die Wormser SPD stellte auf ihrem Listenparteitag ihre Kandidaten auf und bekräftigte ihren Willen zu gestalten / Timo Horst Spitzenkandidat
Genossen wollen stärkste Kraft bleiben
Das Wahlkampfteam steht. Hier Kandidaten der vorderen Plätze. Von links: Daniela Kundel, Dirk Beyer, Monika Stephan, Stephan Wilhelm, Oberbürgermeister Michael Kissel, Volker Janson, Heidi Lammmeyer, Timo Horst, Elena Frey, Karlheinz Henkes, Uwe Gros, Patricia Sonek und Jens Guth. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Eröffnungsrede hielt der Vorsitzende der Wormser SPD, Jens Guth. Zunächst ging es auf die Liste zur Stadtratswahl ein. So habe es 75 Bewerber gegeben, allerdings konnten nur 52 aufgestellt werden. Jeder siebte Kandidat sei ein Juso. Erstmals sei auch bis Listenplatz 30 eine „geschlechterwechselnde” Vergabe vorgenommen worden, was bedeutet, auf einen Mann folgt stets eine Frau.
Erstaunlich positive Zahlen präsentierte Jens Guth hinsichtlich der Mitgliederzahl. Im Laufe der vergangenen Legislaturperiode hätte die Wormser SPD rund 300 neue Mitglieder begrüßen können. Dies sei ein Viertel der insgesamt 1.200 Genossen in der Nibelungenstadt.
Zum Abschluss seiner Rede zog er ein positives Fazit der Stadtratsarbeit. Dabei hob er die gute Zusammenarbeit mit den Christdemokraten hervor, die zwar nicht immer einfach und ohne Konflikte gewesen sei, aber unter dem Strich erfolgreich war und Worms vorangebracht hat. Unter den vielen Einzelaspekten hob er besonders die gelungene Bildungspolitik sowie die Rückeroberung des Albert-Schulte-Parkes für die Bürger hervor. Auch die Ansiedlung der Firma ROWE sei ein besonderer Coup gewesen. Wobei darüber nicht vergessen werden dürfe, so Jens Guth, dass Worms weitere Gewerbeflächen brauche. Nach dem „Aus” für den Hohen Stein, sei hier Ideen und Kreativität gefragt.
Ein Höhepunkt des Abends war unter großem Applaus die Verleihung der Willi-Brandt-Medaille an den vor wenigen Wochen in den Ruhestand gegangenen, ehemaligen Bürgermeister Georg Büttler.
Bildung und Zukunftsprojekte voranbringen Oberbürgermeister Michael Kissel hielt die zweite große Rede des Abends. Er lobte den Mut und die Entscheidungskraft der Wormser Sozialdemokraten. Ein gelungenes Bespiel dafür sei das WORMSER, das trotz Widerstände verwirklicht wurde und ein Erfolgsgeschichte sei. In der Folge hob er die Lebens- und Wohnqualität hervor. Den Fokus seiner Ansprache legte der Stadtchef aber auf das Thema Bildung. So sei bei den Kitas viel positives passiert, auch wenn noch Nachholbedarf sei. Das Ziel einer Kita auf Fischmarkt oder an andere Stelle in diesem Stadtbereich sei weiterhin das Ziel. Ein ganz zentraler Aspekt sei die Förderung der Jugendlichen, die aus einem schwierigen Umfeld, also aus sozialen Brennpunkten kämen. Chancengleichheit sei hier das Ziel. Das „Aus” für den „Hohen Stein” bedauere er nach wie vor. Alternativflächen zu finden sei schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Der OB bekannte sich auch eindeutig zur Fertigstellung des Äußeren Rings mit Krankenhaustangente und der Südumgehnung B 47 neu. Auch ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr gehöre zu Worms, so der Stadtchef.
Grußworte sprachen der Bundestagsabgeordnete Marcus Held, der neue Beigeordnete Uwe Franz und der Gewerkschaftvorsitzende Wolfgang Mayer.
Liste ohne große Überraschung Nicht mehr für den Stadtrat kandidierten Elke Strauch, Christine Heimlich und Heinz Wößner.
Zum Spitzenkandidat wurde Timo Horst gewählt. Mit einer kämpferischen, emotionsreichen Rede stimmte er die Mitglieder auf den anstehenden Kommunalwahlkampf ein. Er erhielt von 69 Delegierten 68 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimmen. Auf Rang zwei kam Heidi Lammeyer. Sie erhielt von inzwischen 71 Delegierten 67 Ja-Stimmen, bei zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Platz drei belegte Jens Guth mit 67 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen. Auf Platz vier folgte Monika Stephan mit 63 Ja-Stimmen und Rang fünf nimmt Uwe Gros mit 64 Ja-Stimmen ein.
Auf die weiteren Plätze wurden folgenden Kandidaten gewählt: 6) Patrica Sonek (62 Ja-Stimmen), 7) Dirk Beyer (67), 8) Daniela Kundel (62), 9) Alfred Haag (57), 10) Margit Zobetz (60), 11) Stephan Wilhelm (60), 12) Kerstin Humann ( 51), 13) Volker Janson (59), 14) Elena Frey (58), 15) Karlheinz Henkes (63), 16) Petra Noack (53), 17) Willi Fuhrmann (63), 18) Maria Hilberg (53), 19) Uwe Merz (53), 20) Ursel Frank (56), 21) Benjamin Becker (62), 22) Andrea Tilgner (57), 23) Edgar Walther (52), 24) Alexandra Zäuner (57), 25) Pierre Tchokoute-Tchoula (57), 26) Silke Geppert (48), 27) Christof Kissel (57), 28) Xenia Rolvien (60), 29) Carlo Riva (51), 30) Stefan Weißmann (57)