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Gericht untersagt Krippenspiel

Das Mainzer Verwaltungsgericht hat in einer Eilentscheidung am Dienstagmorgen das Verbot der Stadt Worms bestätigt

Der Wormser Weihnachtsmarkt, hier die Eröffnung, soll seinen besonderen Charakter behalten.

Der Wormser Weihnachtsmarkt, hier die Eröffnung, soll seinen besonderen Charakter behalten.

Von Gernot Kirch Die Stadt Worms hatte das für Dienstagnachmittag beantragte Krippenspiel am Römischen Kaiser auf dem Wormser Weihnachtsmarkt mit dem Hinweis darauf verboten, dass es sich bei der geplanten Aufführung um eine politisch motivierte Veranstaltung handele, die nicht zum Charakter des Weihnachtsmarktes passe. Das Krippenspiel könne an jedem anderen Ort in Worms aufgeführt werden, nicht aber auf dem Weihnachtsmarkt.  Die Organisatoren des Krippenspiels hatten sich daraufhin mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht in Mainz gewandt, um die Aufführung dennoch starten zu können. Fritz Delp, Pfarrer der Luthergemeinde, erläutert hierzu: „ Während der Vertreter der NPD im Wormser Stadtrat durch absurde Anfragen versucht die öffentliche Meinung gegen Geflüchtete aufzuheizen, möchten wir durch diese Aktion auf die Situation eben dieser Menschen aufmerksam machen. Die Weihnachtsgeschichte erzählt uns schließlich die Geschichte einer jungen Familie, die schon bald nach der Geburt ihres Sohnes ihre Heimat aus Angst um das Leben dieses Kindes verlassen und nach Ägypten, in die Fremde fliehen musste. Während von Nazis und Rechtspopulisten immer lauter Stimmung gegen Geflüchtete gemacht wird und tausende von sogenannten „normalen Bürgern“ wieder an fremdenfeindlichen Demonstrationen teilnehmen, möchten wir die Weihnachtsgeschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten: als die Geschichte der wohl bekanntesten Flüchtlingsfamilie.“

Das Mainzer Verwaltungsgericht hat am heutigen Dienstagmorgen in einer Eilentscheidung das Verbot der Stadt Worms bestätigt.

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9 Kommentare für "Gericht untersagt Krippenspiel"

  1. Rötger Füten sagt:

    Es begab sich aber zu dieser Zeit dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass ein jeder sich schätzen ließe in seiner Stadt.
    So ähnlich beginnt die Weihnachtsgeschichte, ich habe das jetzt mal aus dem Kopf zitiert. Jesus und Maria waren also keine Flüchtlinge, sondern arme Reisende auf dem Weg in Josefs Geburtsort.

  2. Da sehen wir wieweit, wir im armen Deutschland gekommen sind?

  3. Tom Black sagt:

    es wird Zeit das einer aufsteht und den Immigranten und Flüchtlingen den Weg in ihre Heimat zeigt

  4. Gülsüm Özcelik sagt:

    Ich empfinde solche Entscheidungen eines Staates als Manipulation des eigenen Volkes.
    Insofern Manipulation, dass man bei solchen Entscheidungen dann die „Ausländer“ dafür verantwortlich macht.
    Die Regierung hat kein Rückgrat zu sagen, es sind unsere Sitten und Gebräuche, unsere „Staatsreligion“
    Wie viele Ausländer wollen denn solche Entscheidungen? Ich kenne in meinem Umfeld keine. Es ist nicht die Mehrheit, die sowas fordert.
    Mit solchen Entscheidungen wird nicht das Miteinander gefördert. Im Gegenteil!
    Meiner Meinung nach ist dies eine verfeinerte Art von Volksverhetzung. Auf beiden Seiten. Der deutschen Regierung und der Minderheit der „Ausländer“, die solche Entscheidungen provoziert und fordert.
    Ich lebe seit meiner Kindheit hier. Ich bin Muslimin. Das Weihnachten gehört für mich zu Deutschland. In jeglicher Form. Ich respektiere und genieße es auch die Stimmung in dieser Jahreszeit. Fühle mich in keiner Weise daran gehindert, meine eigene Religion – den Islam -auszuleben. Oder fühle mich durch die Weihnachtszeit in Versuchung geführt, den christlichen Glauben anzunehmen.
    Gegenseitiger Respekt fehlt….auf beiden Seiten. Leider.
    Das ist meine Meinung dazu. Wenn einer ein Problem damit hat….kann er es gerne behalten, denn es ist sein Problem.

  5. Steve Bonifer sagt:

    Wir Christen feiern an Weihnachten Jesu Geburt ! ! ! Nicht seine Flucht ! ! ! Das lernt man als Christ schon als Kind…. und ich bin ebenfalls der Meinung, die Weihnachtsgeschichte nicht zu politischen Zwecken zu missbrauchen. Schließlich MUSS Politik und Religion getrennt werden! Denn einen Gottesstaat versuchen schon andere zu errichten und wenn ich dagegen bin, kann ich auch so etwas nicht gut heißen…

  6. Jakomo sagt:

    zum Thema,

    das ist meine persönliche Meinung und vorab möchte ich sagen; jeder soll seinen Glauben, sein Leben führen können wie er/ sie es möchte.
    Alles kann und nichts muss !
    Ich Glaube das die Menschheit besser dran wäre wenn die Weltreligionen nicht existent wären.
    Schauen wir zurück in unsere Geschichte und führen wir den Weg der sogenannten Heilsbringerischen Religionen in das jetzt müssen wir anerkennen das es mehr Leid und Tot zu vermelden gibt im Namen der Religion als in allen Weltkriegen zusammengefasst.
    Gleich welche Religion hat nichts im öffentlichen Leben zu suchen.
    Wenn schon sollte dieser Grundsatz für alle gelten..
    Also stellt sich die Frage für mich nicht ob es Aufführungen,Kundgebungen oder der gleichen im Namen der Religionen geben sollte.
    Stellt euch mal selbst die Frage weshalb ihr Weihnachten Feiert. Es sind zu meist überlieferte Rituale und diese gehen in der Heutigen Zeit am Ziel vorbei.
    Die Geburt Christi ist zu einem Weltweiten Konsum-Spektakel verkommen.
    Weihnachtsmärkte,Geschenke,Völlerei . All das hat doch nichts mehr mit einer Geburt vor über 2000 Jahren zu tun. Sind wir mal ehrlich, wie viele von euch die so vehement die Christliche Religion verteidigen haben ihr tägliches Leben an den Grundsätzen jener angelehnt ? Geht ihr auch wenn kein Weihnachten ist regelmäßig in die Kirche ? Wo ist eure Nächstenliebe wenn die Feiertage rum sind ? Lebt ihr ´nach den 10 Geboten . Sorry aber diese Scheinheilige tuerei ist einfach peinlich .. Leute

    Tut was ihr wollt solange es in euren eigenen Wänden ist.

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