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  • Di., 17. Mai 2016, 18:01 Uhr
    Mit einem 2: 0-Heimsieg gegen Fontana Finthen wurde am vorletzten Spielta das Ziel erreicht / Risiko wurde belohnt / Trainer mit Vorbildfunktion / Umfeld passt

    Geschafft! Horchheim steigt in die Landesliga Ost auf

    Riesenjubel nach dem Schlusspfiff im Walter-Kraft-Stadion, wo die SVH-Erste mit dem hoch verdienten 2:0-Sieg gegen Fontana Finthen am vorletzten Spieltag die Meisterschaft in der Bezirksliga Rheinhessen und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga Ost perfekt machte. Foto: Felix Diehl


    Von Klaus Diehl | Wer an 24 von bisher absolvierten 27 Spieltagen stets auf dem ersten Tabellenplatz stand, der ist auch ein verdienter Meister, auch wenn das eine oder andere Spiel in den Sand gesetzt wurde. Dieser Feststellung vom SVH-Spielertrainer Christian Schäfer ist nicht zu widersprechen.
    Ihm ist es gelungen, auf Anhieb die junge Truppe des SVH nicht nur zur Meisterschaft zu führen, sondern auch ein weitaus positiveres Gesicht zu geben, als in den letzten zwei Jahren, wo man durchaus am oberen Tabellenplatz klopfte, aber sich in entscheidenden Phasen nicht durchsetzen konnte.

    Risiko wurde belohnt

    Das Risiko der SVH-Verantwortlichen auf einen Spielertrainer mit großer Erfahrung zu setzen, der trotz seiner 38 Jahre als „Sechser“ vor der Abwehr und Lenker auf dem Platz gewiss nicht zum alten Eisen zählt, ging auf. Er hatte die „Jungen Wilden“ alsbald im Griff, einmal vom Toreschießen abgesehen, das in dem einen oder anderen Spiel – wie auch gegen Fontana Finthen – sicherlich noch hätte besser sein können. Trotzdem lobte er seine Truppe in höchsten Tönen, was besonders die hohe Beteiligung an den Trainingstagen betrifft. Die Jungs haben sich das alles erarbeitet und hatten sich auch das Ziel des Aufstiegs gesetzt. Da musste der Trainer nur ab und zu die lange Leine etwas loslassen Ein Ziel, das sich vor Saisonbeginn bei den SVH-Verantwortlichen nur wenige trauten in den Mund zu nehmen. Vielmehr stand die Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund. Dass dies auch auf Anhieb mit der Meisterschaft garniert wurde, zeigt auch, dass die Nachwuchsarbeit des Ausbildungsvereins SV Horchheim nicht die Schlechteste ist. Gepaart mit einigen erfahrenen und zur Mannschaft passenden Neuzugängen, erwies sich die Elf um Kapitän Florian Schapfel immer konstanter in ihren Leistung und kehrt nach drei Jahren wieder in die Landesliga Ost zurück. Sollte Wormatia Worms II den Aufstieg in die Verbandsliga erreichen, wäre der Fußballkreis Worms wenigstens mit einer Mannschaft in der Landesliga Ost zu Hause.
    Andererseits würde man sich auf die Derbys gegen die jungen Wormaten freuen, denen man aber den Aufstieg in die Verbandsliga Südwest schon gönnen würde.

    Trainer mit Vorbildfunktion

    Meistertrainer Christian Schäfer ist ein Fußballer, der einerseits um seine Vorbildfunkten auf dem Platz weiß, der die Erfolge schon garnicht einseitig sieht, sondern als bekannter Teamplayer eine breute Basis als Erfolg für diese Meisterschaft sieht.
    Da ist zum einen die voll mitziehende Mannschaft und das Trainer-Team, neben Christian Schäfer noch sein Vater Gerhard Schäfer und der weitere Co- und Torwart-Trainer Kay Schmitt.

    Umfeld passt

    Besonders ist aber auch das Umfeld beim SV Horchheim zu nennen, da es von Vorstandsseite aus nie unnötigen Druck gab, aber auch die Betreuer und Physiotherapeuten, und was sonst noch den „Familienverein“ SV Horchheim auszeichnet. Verständlich, dass nach dem Schlusspfiff alles schnell zur Hand für eine feucht-fröhliche erste Meisterfeier auf dem Rasenplatz des SV Horchheim war.

    Punkte nicht abgeschenkt

    Die Gäste aus Finthen – Mainzer Mannschaften halten immer zusammen – waren keineswegs nach Horchheim gekommen, um die Punkte abzuschenken. Gewarnt waren die Gastgeber auch von der 1:4-Niederlage im Hinspiel und entsprechend ging man auch zu Werke gegen eine Doppelt-Viererkette der Mainzer Vorortler. Diese konnten aber die Tore durch Francesco Parotta in der 38. und von Patrick Adelfinger unmittelbar direkt nach dem Anstoß nach der Pause nicht verhindern. Florian Schapfel und eben Parotta hatten hierzu die Vorarbeit geleistet.
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