
Von Rudolf Uhrig › Der Schein trügt. Nein, die Herren auf dem Foto dürfen die Tüten – natürlich voller Geschenke – nicht behalten oder gar mit nach Hause nehmen, die Damen hingegen schon. Gut, nein, auch nicht nach Hause, aber zu den Institutionen, die sie vertreten. Am Donnerstag, dem 30. November, startete die Wunschzettel-Aktion in der Kaiserpassage, die ursprünglich mal im Kaufhof begann.
Zugunsten der Kinder und Jugendlichen des Kinderheims St. Marien und der beiden Wormser Spiel- und Lernstuben im Nordend und „Die Vorstadtkrokodile“ aus der Boosstraße hatte sie Schirmherr und Initiator Jens Guth (SPD, MdL) ins Leben gerufen. Zum dritten Male sind also Geschenke, die sich Kinder und Jugendliche der oben genannten Einrichtungen gewünscht haben, in diesen Tüten „versteckt“.
„Innerhalb von vier Tagen waren die Zettel vergriffen und ausgefüllt“, berichtet Center-Manager der Kaiserpassage Jens Buschbacher, denn Kundinnen und Kunden konnten die Wünsche auf den Zetteln erfüllen. „Allerdings wurde es noch mal spannend, wir dachten wir müssten den Lions Club, der das finanzielle ‚Ausfallrisiko‘ übernommen hat anrufen, denn 20 Zettel fehlten. Aber die kamen punktgenau am 17. Dezember, denn die Damen und Herren die diese Genschenke übernommen hatten, waren der Meinung, sie müssten sie eben an diesem Tag, dem letzten Aktionstag, einreichen…, insofern“ so Jens Buschbacher, „alles prima, auf die Wormserinnen und Wormser ist definitiv Verlass!“
250 Geschenke à 25 Euro sind es geworden, also 6.250 Euro, die die Wormser den Kindern in den Heimen schenken. Und darunter waren nicht nur Spielsachen, sondern auch Pullis, ja sogar Bettwäsche, vielleicht für den Wohlfühlfaktor? „Die Mitarbeiter waren höchst motiviert und ganz bei der Sache“, lobt Buschbacher seine Crew und die teilnehmenden Geschäfte. „Sogar der eine oder andere Wunsch, der nicht vorrätig war, wurde von Filialen angefordert und geliefert“, erläutert er die große Einsatzbereitschaft. Nicht nur die Damen der Institutionen zeigten sich am Montag in Sankt Marien zufrieden und glücklich, auch Jens Guth, der die Wunschzettel-Aktion auch im nächsten Jahr schon fest eingeplant hat.
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