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  • Mi., 20. November 2013, 14:10 Uhr
    Städtische Homepage bietet Kleinodien zur Wormser Geschichte / Edmund Ritscher veröffentlicht 50. Beitrag

    Geschichte erlebbar gemacht

    Edmund Ritscher (zweiter von links) ist unermüdlicher Heimat- und Familienforscher und hat mittlerweile mehr als 50 Beiträge zur Geschichte von Ibersheim und Worms veröffentlicht. Dafür sagte die Stadt Worms nun "danke". Von links nach rechts: Patricia Lorentz (Internetredaktion der Stadt), Edmund Ritscher, Oberbürgermeister Michael Kissel und Daniel Körbel (ebenfalls Internetredaktion der Stadt).


    Natürlich gibt es das noch, das klassische Geschichtsbuch, in dem fein säuberlich chronologisch Fakten aufgezeigt werden. Aber seit Google und Wikipedia kann praktisch jedermann Geschichte und Geschichten schreiben, das Internet bietet die Möglichkeit einer weltweiten Gemeinschaft und Zugänglichkeit dieser „privaten Wissensschätze“.

    Schon früh war das Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Worms an der städtischen Homepage sehr groß. Als eine der ersten deutschen Städte ging Worms bereits 1999 online.

    Seitdem wurde aus dem ursprünglichen „Verwaltungsportal“ ein regelrechtes „Bürgerportal“. „Wir erhalten zahlreiche Beiträge aus der Bürgerschaft und veröffentlichen vieles davon gerne auf der städtischen Homepage“, freut sich Oberbürgermeister Michael Kissel darüber, dass immer mehr „ehrenamtliche Redakteure“ teils fundiert recherchierte geschichtliche Beiträge, teils Anekdoten über Worms, aber auch viele ganz persönliche Erlebnisse an die Verwaltung schicken und diese dann auf der städtischen Homepage unter „Wussten Sie`s?“ veröffentlicht werden.

    Edmund Ritscher „ganz besonders fleißig“
    Als „ganz besonders fleißig“ hebt Kissel dabei den gebürtigen Ibersheimer Edmund Ritscher als „ehrenamtlichen Redakteur“ hervor. Ritscher hat der Stadt bereits stolze 50 Beiträge zur Veröffentlichung bereit gestellt. Davon handeln 30 Artikel naheliegender Weise von Ritschers Heimatort Ibersheim und 20 Beiträge beschäftigen sich mit dem historischen Worms.

    Als Dank und Anerkennung für die unermüdliche und erfolgreiche Arbeit überreichte der Oberbürgermeister eine kleine Nachbildung der Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna aus dem städtischen Museum im Andreasstift. Die Göttin gilt auch als Quelle alles Unverhofften und könnte damit möglicherweise behilflich sein, falls Edmund Ritscher einmal die Themen ausgingen.

    „Es ist erstaunlich, wie gewissenhaft und genau Edmund Ritscher für seine Beiträge recherchiert und welch großen Aufwand er dabei betreibt“, würdigt Internetbeauftragter Daniel Körbel soviel Engagement für den kleinsten aller Wormser Stadtteile und für die Stadt.

    Ibersheim historisch bedeutsam
    Dabei erfahre man immer wieder Neues über das historisch bedeutsame Ibersheim, die Nibelungen, ehemals große Wormser Adelsnamen oder den Einfluss von gebürtigen Wormsern in der Welt.
    So war ein Ibersheimer an der Gründung von Pennsylvania, USA, beteiligt, Vorfahren des amerikanischen Präsidenten Eisenhower stammen aus der kleinen Gemeinde am Rhein und ein Nachfahre der reichen Ibersheimerin Adeltrud, die im 8. Jahrhundert lebte, konnte von dem Familienforscher festgestellt werden: Bischof Pilgrim von Passau, die einzige Person, die im Nibelungenlied und in Wirklichkeit vorkommt.

    Dabei sind die Beiträge stets spannend verfasst, stellen Bezüge zwischen historischen Ereignissen und Personen her. Mit der Rubrik „Wussten Sie`s?“ will die Stadt Worms „das Wissen der Vielen“ sammeln und weltweit zugänglich machen. Besonders bemerkenswert finden es die städtischen Verantwortlichen, dass der Großteil der Einsender wenigstens „60plus“ sei, oftmals gar „Exil-Wormser“, die heute ihren Lebensmittelpunkt auf der ganzen Welt verstreut haben.

    So auch Edmund Ritscher, heute 75 Jahre alt: Seit 35 Jahren lebt er in Mannheim, über viele Jahre hat er Beiträge zu Ibersheim und Worms verfasst und bleibt somit seiner Heimat nicht nur digital treu.

    Zu finden sind die Beiträge von Edmund Ritscher und viele andere Wormser Begeben- und Besonderheiten auf www.worms.de unter „Kultur > Stadtgeschichte“. Im Rathaus hofft man auf viele weitere Beiträge und gerne auch „Nachahmer“ für das „digitale Ehrenamt“.

    Geschichten und Anekdoten zu Worms nimmt die Stadtverwaltung gerne per E-Mail unter info@worms.de entgegen

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