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  • Do., 03. Juli 2014, 11:41 Uhr
    Kooperation zwischen „museum live“ und Pfrimmtal-Realschule Plus: Schüler stellen Abschlussarbeiten ihres sechsmonatigen Projekts vor

    Geschichte erleben

    Auch traditionelle Brettspiele, die heute noch gespielt werden, gehörten zum Programm des Workshops. Foto: Bernhard Bertram


    „Raus aus dem Klassensaal und rein ins Museum“ hieß es für zwei zehnte Klassen der Pfrimmtal-Realschule Plus in den vergangenen sechs Monaten. In einer Kooperation mit „museum live“, dem museumspädagogischen Angebot der Wormser Museen, beschäftigten sich die Sechzehn- bis Achtzehnjährigen mit der Lebensweise und dem Handwerk früherer Epochen im Vergleich zur Gegenwart.

    Am Mittwoch, dem 2. Juli, präsentierten die Schüler dann mit Stolz im Nibelungenmuseum ihre Abschlussarbeiten des halbjährigen Projekts vor Eltern, Lehrern und weiteren Besuchern. Entstanden sind individuell gestaltete Steckbriefe mit Feder und Tinte auf Büttenpapier geschrieben sowie  Brettspiele, die die Jugendlichen nach altem Vorbild angefertigt haben. Noch bis zum 25. Juli sind die Arbeiten zu den Öffnungszeiten des Museums im Foyer zu besichtigen.

    „Zu Beginn der Kooperation am Anfang des Schuljahres lernten die Schüler bei einer Stadtführung das historische Worms kennen und besuchten die Wormser Museen. Dort gab es verschiedene Workshops zu den Themen Steinzeit, Römer, Judentum, Nibelungen und zur Kunstsammlung im Heylshof“, erklärt Gästeführerin und Historikern Gisela Neumeister, welche die „museum live“-Workshops im zweiten Halbjahr leitete.

    Im Nibelungenmuseum haben die Schüler der Klassen 10a und 10b dann in Form einer regelmäßigen AG jeden Mittwoch das Nibelungenmuseum besucht, um die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten. Orientiert haben sich die Workshops dabei an den Unterrichtsfächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Ziel der Kooperation war es diesmal, die Lebensweisen und Handwerke vergangener Epochen kennenzulernen und mit den heutigen zu vergleichen. Am Beispiel der Schrift lernten die Schüler, wie sich Arbeitsweisen und Methoden der Menschen verändert haben, welche Materialien man früher und heute nutzte und welche Folgen neue Erfindungen nach sich zogen.

    Quiz zu Erfindungen der letzten Jahrhunderte
    In einem Quiz über Erfindungen der letzten Jahrhunderte wurden neben den Hieroglyphen auch die Keilschrift, Runen und heute noch verwendete Schriften, wie zum Beispiel das kyrillische Alphabet, vorgestellt. Daneben lernten die Schüler die Blindenschrift kennen. „In den Workshops kam natürlich auch die Praxis nicht zu kurz: Die Jugendlichen stellten selbst Papyrus her und übten sich im Schreiben mit Bambus, Griffel und Feder“, ergänzt Neumeister.

    Um sich den alten Arbeitsweisen anzunähern, haben die Sechszehn- bis Achtzehnjährigen auf Büttenpapier und mit Feder und Tinte Steckbriefe zu ihrer eigenen Person erstellt, die am Mittwoch, 2. Juli, präsentiert wurden. Auch beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Frage, welche heute noch bekannten Spiele man zum Zeitvertreib in früheren Zeiten spielte. Auch die Ergebnisse dieser Lerneinheit, zu denen traditionelle Brettspiele wie „Mensch ärgere dich nicht“ und „Gänsespiel“ gehörten, wurden ausgestellt. Die Spiele haben die Schüler auf Keilrahmen nachgestaltet und die Figuren aus bunt bemalten Holzeilen gefertigt.

    Seit 2009 bestehende Kooperation mit „museum live“ fortsetzen
    Wie im vergangenen Jahr angekündigt, haben wir die bereits seit 2009 bestehende Kooperation mit „museum live“ wieder gerne fortgesetzt“, so Referendar Sven Orbeck, der an der Präsentation in Vertretung für Schulleiterin Simone Gnädig teilnahm: „Es ist unserer Schule ein besonderes Anliegen, Geschichte nachvollziehbar erlebbar zu machen.“ Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, der sich von den Arbeiten begeistert zeigte, ergänzt: „Solch eine Kooperation ist sicher eine willkommene Abwechslung im Schulalltag. So lernen die Jugendlichen nicht nur geschichtliche Themen besser kennen, sondern können sich mit ihnen kreativ und praxisnah auseinandersetzen. Eine Pluspunkt ist natürlich, dass sie auf diese Weise auch die vielfältige Wormser Museumslandschaft kennenlernen.“

    museum live
    Wer mehr über „museum live“ erfahren oder eines der vielen Angebote buchen möchte, findet auf der Homepage  www.nibelungenmuseum.de weiterführende Details zu den einzelnen Workshops und Projekten.

     

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