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  • Fr., 22. September 2023, 10:07 Uhr
    AWO: 50 Jahre Ortsverein Worms-Mitte mit Festakt und Sommerfest gefeiert


    Geschichte und Freundschaften pflegen


    Die Aktiven des Ortsvereines freuten sich im Beisein des ehemaligen Stadtoberhauptes Michael Kissel über den regen Besuch beim 50-jährigen Jubiläum. Foto: Horst Bless/AWO Worms-Mitte


    Mit einem Festakt sowie tags darauf einem Sommerfest als krönendem Abschluss feierte der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Worms-Mitte jüngst sein 50-jähriges Bestehen. Der Saal der Begegnungsstätte im Gerd-Lauber-Haus war zur Feierstunde bis auf den letzten Platz gefüllt. Und beim Sommerfest auf dem Gelände entlang der Brucknerstraße fanden sich ebenfalls zahlreiche Mitglieder, Wegbegleiter und Freunde ein. 

    Oberbürgermeister Adolf Kessel, Sozialdezernent Waldemar Herder sowie das ehemalige Stadtoberhaupt Michael Kissel nahmen an der Feierstunde ebenfalls teil. Des Weiteren konnte der Vorsitzende des Ortsvereins, Stefan Heß, u.a. auch den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann begrüßen. 

    Von der Notwendigkeit, sich wieder in die sozialpolitische Diskussion einzuschalten, sprach Hans-Herbert Rolvien als Vorsitzender des übergeordneten Stadtverbandes. „Die AWO ist mehr als ein Wohlfahrtsverband – sie ist das soziale Gewissen unserer Gesellschaft“, so Rolvien weiter. Durch beide Veranstaltungen führte Peter Buhl; mit Musik und Gesang wartete der „Pälzer“ Horst Herrmann auf. 

    
Blick in die Geschichte der AWO 

    „Die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt reicht zwar bis in die 1920er Jahre zurück, allerdings gibt es aus dieser Zeit leider keine Unterlagen mehr“, äußerten Stefan Heß und AWO-Urgestein Karl Kronauer unisono ihr Bedauern über die unbekannten ersten Anfänge der Arbeiterwohlfahrt in Worms. Bekannt sei über die AWO vor dem Zweiten Weltkrieg nur, was in einer Broschüre zum 15-jährigen Bestehen des Ortsvereines zusammengetragen worden sei. Der Beitrag mit dem Titel „Sonnige Kindertage unten am Rhein“ aus der Feder von Lucie Kölsch ist in der aktuellen Festschrift neu aufgelegt worden. 

    Nach der NS-Diktatur wurde auch in Worms die Arbeiterwohlfahrt neu gegründet: Von 1945 bis 1973 war Lina Nischwitz aus Pfiffligheim Vorsitzende der AWO Worms-Mitte. Deren Niedergang stoppte Kurt Below, langjähriger Direktor der Wohnungsbau GmbH Worms, im Jahr 1973 mit einer abermaligen, revitalisierenden Wiedergründung. An der Spitze des Ortsvereines folgte ihm 1980 Karl Kronauer, welcher wiederum 2017 von Stefan Heß abgelöst wurde.
 

    Stätte der Begegnung 

    Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des AWO-Ortsvereins Worms-Mitte respektive der AWO generell sind bis heute ihre Begegnungsstätten, unter anderem im Gerd-Lauber-Haus in der Brucknerstraße. Außerdem bereichert der Ortsverein regelmäßig mit einem Stand sowohl das Seniorenfest der Stadt als auch das Herbstfest der Frauenverbände. Des Weiteren werden immer wieder Feste in der Brucknerstraße organisiert. 

    Allen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten zum Erfolg der AWO Worms-Mitte beigetragen haben, dankte Karl Kronauer. Hierbei erwähnte er ausdrücklich auch die Stadtverwaltung, welche den Aufbau der Begegnungsstätten nach Kräften gefördert habe. Dem schlossen sich Stefan Heß und Hans-Herbert Rolvien gerne an.

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