Die Ortsgemeinderatsmitglieder der Wählergruppe Muth, der SPD und der Grünen Liste Altrhein haben gemeinsame Ideen für die derzeitigen Alsheimer Großprojekte Dorfgemeinschaftsplatz und Rathaus entwickelt und in den Rat eingebracht.
Gestaltung des Dorfgemeinschaftsplatzes
Die drei Fraktionen setzen sich für eine kostengünstigere Version zur Gestaltung des Dorfgemeinschaftplatz ein. Es bleibe oberste Prorität, die Kosten auf den ursprünglich beschlossenen Betrag von 170.000 Euro zu deckeln. Zwischenzeitlich hatte eine Variante für 440.000 Euro vorgelegen. Die drei Fraktionsvorsitzenden Friedrich Kreß (WG Muth), Horst-Henning Eller (SPD) und David Profit (GLA): "Der Dorfgemeinschaftsplatz soll den Charakter eines kleinen Parks erhalten. Der Platz soll auch als Visitenkarte und als Eingangsportal für Touristen genutzt werden. Wir wollen wegen der Bahnhofsnähe auch eine Ortskarte mit touristischen Hinweisen. Die Absenkung ist im Dorf umstritten - wir sprechen uns nach Prüfung aller Argumente dagegen aus. Die Begrenzungsmauer soll saniert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden." Das Kriegerdenkmal solle auf den Friedhof der Gemeinde verlegt werden. Eine öffentlich zugängliche Toilette solle nicht auf dem Dorfgemeinschaftsplatz sondern im Rathaus realisiert werden. Allein dadurch würden am Platz erhebliche Kosten eingespart. Das geänderte Konzept sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Bahn darauf bestehe, den Bahnübergang zu schließen und am Bahnhof einen Autotunnel zu bauen. Kreß: "Der Platz bekommt dadurch einen anderen Charakter, da die Bahnhofsstraße dann stärker befahren werden wird."
Sanierung des Rathauses
In einem zweiten Antrag bekennen sich die Fraktionen zur fachgerechten und baubiologischen Sanierung des Rathauses, wollen aber zunächst die Bestandsaufnahme, wo saniert werden soll, abschließen. Eine öffentliche Toilette könnte gut im Rathaus installiert werden. Für die Auswahl des neuen Architekten soll erstmals ein "Interessensbekundungsverfahren" eingesetzt werden. Wie in vielen anderen Gemeinden und Behörden praktiziert, sollen sich interessierte Architekten bewerben können. Damit wird Chancengleichheit gewährleistet und nach dem Rückzug des bisherigen Architekten die Auswahl des geeignetsten neuen Architekten ermöglicht.
Kreß, Eller und Profit: "Unsere Ideen werden wir nun im Rat diskutieren. Wir hatten der CDU-Fraktion und dem Ortsbürgermeister Gespräche mit Ziel eines Konsenses angeboten. Die CDU hat nach längerer Bedenkzeit mitgeteilt, dass sie das Angebot nicht annehmen wolle und unsere Vorschläge erst im Rat diskutieren möchte." Positiv bewerten Kreß, Eller und Profit die Zusage der CDU, im Rat einen sachlicheren Ton anzuschlagen: "Damit ist viel geholfen."
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