
Von Vera Beiersdörfer | Das Nibelungenlied endet eigentlich mit Kriemhilds grausamer Rache und deren eigenem Tod durch Hildebrands Schwert am Hofe des Hunnenkönigs Etzel. Doch damit ist in Worms noch lange nicht Schluss. In diesem Sommer wird die Geschichte der Nibelungenhelden am Fuße des Domes weitergeführt.
„Ich freue mich, dass die Autoren Feridun Zaimoglu und Günter Senkel gewagt haben, die Sage fortzuschreiben“, begrüßt der Künstlerische Leiter Thomas Laue das Ensemble, das künstlerische Team sowie Vertreter der Presse, die heute Vormittag zur ersten Leseprobe im WORMSER zusammengekommen waren.
Im Mittelpunkt des neuen Stückes „Siegfrieds Erben“, das von Regisseur Roger Vontobel inszeniert wird, steht der Hunnenkönig Etzel, den Schauspieler-Ikone Jürgen Prochnow verkörpert. Prochnow gestand im Vorfeld, dass das Mitwirken bei den Wormser Festspielen eine neue Herausforderung für ihn darstelle, da er bisher noch nie in einem Freilichtstück mitgespielt hat.
Sein Theaterdebüt wird Jimi Blue Ochsenknecht im Schatten des Wormser Domes geben. Der Jungstar, dessen Vater Uwe bereits bei den Festspielen 2016 mitwirkte, wird Siegfrieds Sohn mimen.
„Das Schicksal ist nicht gerecht“
Die Zuschauer erwartet 2018 ein packender Machtkampf und ein spannendes Aufeinandertreffen der Kulturen. Autor Feridun Zaimoglu beschreibt „Siegfrieds Erben“ als „entfesselten Hunnensturm“.
„Der Reiz die Legende fortzuführen liegt darin, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie wir uns von alten Verhaltensmustern loslösen können“, erklärt Regisseur Vontobel, ehe Jürgen Prochnow (Etzel) Felix Rech, (Dietrich von Bern), Michael Ransburg (Hildebrand) und Pheline Roggan (Schamanin) erstmals miteinander in die erste Szene eintauchen.
„Siegfrieds Erben“ ist das vierte Stück unter Intendant Nico Hofmann, der bei der Probe nicht anwesend sein konnte.
Weitere Informationen rund um die Nibelungen-Festspiele finden Interessierte unter www.nibelungenfestspiele.de
Beitrag aus der Rubrik