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  • Fr., 29. November 2019, 14:00 Uhr
    NETZWERKARBEIT: Feierstunde zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen würdigte 10-jähriges Bestehen der Interventionsstelle beim DRK Worms

    Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter

    „Es ist Montagmorgen. Unter Tränen schildert mir eine Frau, wie sie am Wochenende von ihrem Partner bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt wurde – die beiden Kinder der Familie mussten den Übergriff mit ansehen.“ Mit diesen eindrücklichen Worten gab Beate Siebecker Einblicke in ihre tägliche Arbeit als Leiterin der Interventionsstelle des DRK-Kreisverbands Worms. Seit zehn Jahren existiert die Stelle nun, die Frauen Unterstützung anbietet, wenn diese bei einem vorausgegangenen Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt der Datenweitergabe an die Beratungsstelle zustimmen. Über 1.000 Frauen wurden seit Bestehen des Hilfsangebotes auf diese Weise beraten.

    Pro-aktiver Beratungsansatz

    Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen wurden das Engagement und die Bedeutsamkeit dieses wichtigen Beratungsangebotes nun besonders gewürdigt. „Aus abstrakten Fallzahlen werden für Sie menschliche Schicksale mit persönlichen Geschichten. Der pro-aktive Beratungsansatz der Interventionsstelle ergänzt die weiteren Angebote sehr gut und hat sich in den vergangenen 10 Jahren bewährt“, würdigte auch Oberbürgermeister Adolf Kessel die Arbeit der Interventionsstelle und betonte die Bedeutsamkeit der Netzwerkarbeit. Nur der regelmäßige Austausch verschiedener Einrichtungen, die mit gewaltbetroffenen Frauen arbeiten, gewährleiste im Einzelfall schnelles Handeln und erleichtere so den Frauen den Weg aus der Gewalt.

    Dank für Engagement

    In Worms finde dieser unter der Leitung der beiden Gleichstellungsbeauftragten Jasmine Olbort und Melanie Schiedhelm im Rahmen des Wormser Interventionsprojektes gegen Gewalt an Frauen statt - einem Runden Tisch, an dem sich Expertinnen und Experten von Polizei, Justiz, Kommune und Beratungsstellen regelmäßig treffen und über ihre Arbeit austauschen. OB Kessel dankte im Rahmen der Feierstunde allen Beteiligten am Netzwerk für ihr Engagement und verband ihn mit der Hoffnung, dass künftig noch mehr Frauen den Weg in ein gewaltfreies Leben finden mögen.

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