
Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen am Verkehrslandeplatz Worms nimmt weiter zu. Das geht aus dem Statistischen Bericht Luftverkehr 2024 hervor, den das Statistische Bundesamt im Juli veröffentlicht hat. Demnach verzeichnete der Wormser Flugplatz einen Anstieg um rund 1,6 Prozent auf insgesamt 26.875 gewerbliche Flugbewegungen, wie die SPD Bobenheim-Roxheim berichtet.
Seit Beginn des Konflikts zwischen der Gemeinde Bobenheim-Roxheim und der Flugplatz GmbH Worms im Jahr 2021 ist die Zahl der gewerblichen Flüge um insgesamt 13,35 Prozent gestiegen. Werner Bigott, Fraktionsvorsitzender der SPD Bobenheim-Roxheim, erklärt: „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während die Belastungen für unsere Gemeinde zunehmen, ist die Geschäftsführung des Flugplatzes weiterhin nicht zu konstruktiven Gesprächen bereit.“
Im Gegenzug geht die Zahl der nicht-gewerblichen Flugbewegungen zurück – mit spürbaren Folgen für die am Flugplatz ansässigen Vereine. Diese leisten unter anderem im Bereich des Segelflugs seit Jahren erfolgreiche Jugendarbeit. Doch diese kommt aktuell faktisch zum Erliegen: Die Graspiste des Flugplatzes ist derzeit nicht nutzbar. Darüber hinaus beklagen die Vereine nach Angaben der SPD Bobenheim-Roxheim deutlich gestiegene Gebühren. „Es ist erschütternd, wie mit dem Ehrenamt umgegangen wird“, kritisiert Bigott. „Während der kommerzielle Flugverkehr ausgebaut wird, geraten die Vereine zunehmend unter Druck – strukturell wie finanziell.“
Seit 2021 verweigert die Flugplatz GmbH Worms eine gütliche Lösung mit der Gemeinde Bobenheim-Roxheim – insbesondere in Bezug auf die Platzrunde, durch die es regelmäßig zu Überflügen über das Gemeindegebiet kommt. Ein von Wormser Seite angestoßenes Enteignungsverfahren gegen die Gemeinde, der Flächen auf dem Flugplatz gehören, ist mittlerweile gescheitert.
Bigott abschließend: „Die SPD wird in ihren Bemühungen nicht locker lassen. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat stehen geschlossen dahinter – alle bisherigen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.“