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  • Do., 13. August 2026, 17:45 Uhr
    Bitburger Verbandspokal Südwest: Altrheiner ärgern den Favoriten TSV Gau-Odernheim beim 3:4 / Neuhausen ohne Chance gegen Barara Mainz

    Gimbsheim war ganz nah dran

    Bei diesem Ball musste Torhüter Samet Sevimli nicht mehr eingreifen. Ansonsten hatte er einen starken Auftritt hingelegt.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Der Bitburger Verbandspokal Südwest startete jetzt in die dritte Runde. Der Oberligist TSV Gau-Odernheim musste sich ganz schön strecken, um beim Landesligisten SV Gimbsheim erfolgreich zu sein. TuS Neuhausen war beim 0:4 gegen Basara Mainz ohne Chance.

    SV Gimbsheim – TSV Gau-Odernheim 3:4 (1:0)

    Ein Zwei-Klassen-Unterschied war über die gesamte Spielzeit hier nicht anzumerken. Beide Trainer verzichteten in der Startformation auf wichtige Kräfte. SV Trainer Steven Jones hatte sein Team bestens eingestellt. 

    Die Gäste aus Gau-Oderneheim hatten ihre Probleme, das Spiel in die Hand zu nehmen und zu dominieren. Vor allem in der ersten Hälfte fehlten ihnen die Mittel dafür. Außer einigen langen Bällen hinter die Kette ist ihnen nichts eingefallen. 

    Der Underdog Gimbsheim spielte befreit auf und versteckte sich nicht. Er war präsent in den Zweikämpfen und sind mutig angelaufen. Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten traf Finn Cleres zur Führung der Altrheiner – aus einer Position, in der eigentlich kein Abschluss zu erwarten ist. Das dachte sich auch Torhüter Daniel Diel, der nicht damit rechnete und es in seine kurze Ecke einschlug. 

    In der Folge lag es an Gästestürmer Christopher Hahn, dass der Ausgleich nicht gefallen ist. Zwei „Hundertprozentige“ ließ er zu locker liegen. Wobei der Gimbsheimer Torhüter Samet Sevimli auch einmal exzellent parierte. Auf der anderen Seite hätte Adriano Fragomeli das Resultat höherstellen können. 

    Drei Wechsel zur Pause

    Die Gäste wechselten zur Pause gleich drei Mal, stellten sich taktisch neu ein und kamen mit viel Druck aus der Kabine. In dieser Phase lief Gimbsheim nur noch hinterherg.

    Nach wenigen Minute war die Partie durch Luis Breitenbruch und Christopher Hahn gedreht. Was jetzt passierte, war so nicht zu erahnen. Die Altrheiner schlugen zurück und drehten die Partie wieder zu ihren Gunsten. Eine zu kurz abgewehrte Flanke setzte Vincent Haber mit Hilfe des Innenpfostens in die Maschen. Bei der erneuten Führung bebte das Gelände. 

    Die Gäste standen mit völlig entblößter Defensive mit allen Männern im Gimbsheimer Strafraum. Der Ball wurde abgewehrt und Adriano Fragomeli setzte zu einen 70-Meter-Spurt an. Nicht aufzuhalten ging sein Abschluss in die linke Torecke. „Geil, wie wir da zurückgekommen sind“, so Steven Jones. 

    Gimbsheims Kräfte schwanden

    Zwanzig Minuten waren noch zu spielen. So langsam schwanden die Kräfte seiner Mannschaft, der Oberligist bekam wieder Oberwasser. Beim 3:3 hatte er Glück, dass sie einen unnötigen Elfmeter bekamen, den Noah Juricinec verwandelte. In der 87. Minute fiel dann der Siegtreffer durch Benjamin Patschke. Gimbsheim war „stehend K.O.“, hat aber einen Super-Fight abgeliefert. 

    Steven Jones resümierte: „So stellt man sich einen Pokalabend vor – mit einer dazugehörigen guten, fairen Stimmung. In der ersten Hälfte waren wir etwas besser. Am Ende hat sich die höhere Qualität durchgesetzt.“

    In der nächsten Pokalrunde empfängt Gau-Odernheim den Sieger aus der Partie Schott Mainz gegen VfR Wormatia Worms. 

    Kommentar unseres Sportredakteurs Marcus Diehl

    Muss man die Auslosung neu überdenken? Viele Vereine monieren, dass immer die gleichen Gegner in den ersten Runden aufeinandertreffen. Oder dass im Topf Rheinhessen vier Oberligisten sind und in den anderen viel weniger. Gleichzeitig möchten sie aber Partien mit kurzen Anfahrtswegen. Das jetzt mit Schott und Wormatia zwei Top-Favoriten schon aufeinandertreffen, ist halt so … 

    Was aber macht den Pokal so interessant? Es sind die Duelle Klein gegen Groß. Das dabei die Kleinen nicht völlig unterlegen dabei sind, zeigen die Duelle Zweibrücken gegen Pirmasens oder das Duell in Gimbsheim. Beide waren spannend und attraktiv. Man könnte analog des DFB-Pokal-Verfahrens agieren – ab der Runde, in der die Oberligisten dabei sind. Die Kleinen in einen Topf und die Großen in einen anderen. Ab der vierten Runde alle in einen gemeinsamen Topf, außer den Kleinen, denen eine Überraschung gelungen ist. Bei unterschiedlichen Gruppenstärken ist der Ruf nach Wettbewerbsverzerrung vorprogrammiert. 

     

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