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  • Fr., 22. Februar 2019, 16:55 Uhr
    Trotz stotternder Wirtschaft und einer Null-Zinsphase steigerte die Volksbank Alzey-Worms ihre Bilanzsumme auf 3,7 Milliarden Euro / Trend zu Online-Banking hält an

    Glänzende Zahlen vorgelegt

    Präsentation der Jahresbilanz der Volksbank Alzey-Worms. Von links: Der stellvertretende Vorstandssprecher Günter Brück, Vorstandssprecher Armin Bork und Vorstandsmitglied Dieter Steffan.Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Volksbank Alzey-Worms hatte am Freitagmorgen zur alljährlichen Bilanzpressekonferenz in ihre Hauptstelle in die Nibelungenstadt eingeladen. Zunächst ordnete Vorstandssprecher Armin Bork das abgelaufene Geschäftsjahr der Volksbank in den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang ein. Dabei wies er auf politische Krisenfelder wie die ungeklärte Art des Brexits und die hohe Staatsverschuldung südeuropäischer Länder, darunter Italien, hin. Darüber hinaus sprach er als beunruhigende Größen den drohenden Handelskonflikt mit den USA, die Türkei unter Erdogan und Russland unter Putin an. Als Stichwort nannte er hier den schwelenden Konflikt in der Ukraine.

    Ökonomisch habe das Jahr 2018 unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäische Zentralbank (EZB) und dem Kursrutsch zum Jahresende an den Börsen gestanden. Alleine der Deutsche Aktienindex (DAX) sei in 2018 um 18,3 Prozent gesunken, auch wenn der DAX zu Beginn des Jahres 2019 wieder zwei Drittel der Verluste aufholen konnte.

    Bilanzsumme steigt auf 3,7 Milliarden Euro

    Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Günter Brück verkündete in Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem gewissen Stolz die Kennzahlen der Volksbank Alzey-Worms für das Geschäftsjahr 2018. So konnte die Bilanzsumme um 190 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Kreditgeschäft legte um satte 6,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Damit lag die Volksbank Alzey-Worms deutlich über den eigenen Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Steigerung um 13 Prozent. Einer der Gründe für diesen Anstieg war der Zuwachs bei der Baufinanzierung. 

    Auch bei den Einlagen konnte die Volksbank um 4,9 Prozent zulegen. Inklusive der vermittelten Gelder der Verbundpartner, wie der Union Investment oder Schwäbisch-Hall, kommt die Voba damit auf eine Gesamtsumme 4,3 Milliarden Euro.

    Börsen im heftigen Auf und Ab

    Betrüblicher fielen die Zahlen beim Wertpapiergeschäft aus. Der Grund dafür ist der weltweite Einbruch an den Börsen. Dadurch ging das Depotvolumen bei der Volksbank um insgesamt 2,6 Prozent zurück. Dennoch rät die Volksbank ihren Kunden, einen Teil ihres Vermögens in Wertpapieren anzulegen. Dies empfehle sich alleine schon deswegen, weil es auf normalen Sparbücher und sogar bei Festgeld oder Anleihen keine oder kaum mehr Zinsen gebe. An den Börsen gehe es natürlich mal rauf und runter, aber langfristig zahle sich das Engagement aus, so Armin Bork. Von den 170.000 Kunden der Volksbank Alzey-Worms besitzen immerhin schon 25.000 Aktien oder Aktienfonds.

    Jahresüberschuss von 7,4 Millionen Euro

    Das Betriebsergebnis vor Bewertung stellt sich bei der Voba für 2018 mit 35 Millionen Euro dar. „Damit sind wir sehr zufrieden“, zeigte sich Armin Bork stolz. „Wir spielen sowohl regional gesehen als auch deutschlandweit im Genossenschaftssektor weiterhin in der Champions-League der ertragsstarken Banken mit, und hätten auch dieses Mal zum Jahresbeginn nicht geglaubt, ein solches Ergebnis erzielen zu können.“ 

    Das wichtige Eigenkapital konnte mit 20,6 Mio. Euro erneut kräftig gestärkt werden. Der Jahresüberschuss der Voba für das Jahr 2018 beläuft sich auf stolze 7,4 Millionen Euro. Davon fließen 6 Millionen Euro in die Rücklagen und 1,4 Millionen Euro werden als Dividende ausgeschüttet.

    Für das Jahr 2018 zahlt die Volksbank zwölf Millionen Euro an Steuern.

    Trend zu Online- und Mobil-Banking

    Die Entwicklung zu digitalen Bankdienstleistungen nimmt immer mehr zu, auch bei der Volksbank. Vorstandsmitglied Dieter Steffan berichtete hier, dass man dieser Entwicklung höchste Priorität einräume und darum einen neuen Betriebsbereich „Digitalisierung und Innovation“ installiert habe. 

    Achtzig Bankdienstleistungen umfasse mittlerweile das Angebot der Genossenschaftlichen Finanzgruppe für ihre Kunden im Online-Bereich, davon immer mehr Apps für das Smartphone. Seit August letzten Jahres können die Kunden der Volksbank bereits mit dem Smartphone kontaktlos an der Supermarktkasse bezahlen. Dieter Steffans Fazit fällt im Online-Segment daher auch positiv aus: „Wir sind fit in Sachen Digitalisierung und wir richten die Umsetzung konsequent an den Anforderungen der Mitglieder und Kunden aus.“

    Es sei ein Spagat zwischen der Aufrechterhaltung des Filialnetzes und der Entwicklung hin zu digitalen Dienstleistungen, erklärte Armin Bork. Wie das Filialnetz der Zukunft aussehe, hänge in erster Linie von den Kunden ab, denn dies sei eine „Abstimmung mit den Füßen“, inwieweit die Filialen frequentiert werden.

    Zurzeit verfügt die Volksbank Alzey-Worms über insgesamt 52 Geschäftsstellen, dies sind 7 große Kompetenzzentren, 21 weitere personenbesetzte Filialen und 24 SB-Standorte.

    Die Zahl der Mitarbeiter ist in 2018 leicht auf 683 Personen gesunken. Zu den Beschäftigten zählen 46 Azubis und 220 Teilzeitbeschäftigte.

    Engagement in der Region

    Zum Abschluss der Pressekonferenz wies Armin Bork auf das große soziale und kulturelle Engagement der Volksbank in der Region hin. Ein besonderer Höhepunkt sei im vergangenen Jahr der Rheinland-Pfalz-Tag in Worms gewesen. Die Volksbank war hier einer der großen Sponsoren. 

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