Nach Sturmtief Ruzica musste das Wormser THW an zwei Tagen ausrücken / Sicherungsmaßnahmen an der Synagoge
Gleich zweimal in Pfeddersheim im Einsatz
Die Pfeddersheimer Halle mit dem Teleskoplader im Vordergrund und im Hallentor das neue Einsatzgerüstsystem.
Im Großen und Ganzen wurde Worms von starken Windgeschwindigkeiten verschont. Aber die kurze Zeit, in denen starke Windböen durchzogen, hatte gereicht, um im alten Bundeswehrgelände in Pfeddersheim einen erheblichen Schaden an einem Flachdach anzurichten. An einer großen Lagerhalle wurden ca. 400 Quadratmeter Dacheindeckung samt Isolierung aufgerissen und auf die benachbarte Straße geweht. Die Feuerwehr war zunächst vor Ort, hat die Lage erkundet und hat die Straße gesichert.
Das nachalarmierte THW war am Montagabend dann mit 20 Helfern und vier Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Die Einsatzaufgabe für die THW-Helfer, unter Leitung des neuen Zugführers Daniel Fuhrmann, bestand darin, die losen Teile der Dacheindeckung, bestehend aus Bitumenbahnen und Isolierungsplatten zu entfernen und den noch halbwegs festen Teil zu sichern.
Dazu wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet: Der eine Trupp hat das Dach geräumt und die Befestigung vorbereitet. Der zweite Trupp hat im inneren der Halle ein Rollgerüst aufgebaut und die Befestigung von innen vorbereitet. Alle losen Dachteile wurden abgetragen und mit dem Teleskoplader in der Halle eingelagert. Ebenfalls mit dem Teleskoplader wurden dann das Befestigungsmaterial auf die Halle gebracht. Die Helfer haben den Anfang der vorhandenen Dacheindeckung mit Baudielen und Kanthölzern mit der Betondecke verschraubt. So wurde verhindert, dass der Wind eine Angriffsfläche hatte, und die Dacheindeckung nicht wieder hochgehoben werden kann.
Von der Fachgruppe Elektroversorgung wurde die gesamte Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Der Einsatz dauerte bis gegen 02.00 Uhr in der Nacht.
Bei zweitem Einsatz weitere Sicherungen vorgenommen
Am Dienstagabend wurde erneut zu der gleichen Halle alarmiert. Wieder hatten sich ca. 100 Quadratmeter der Dacheindeckung, diesmal an einer völlig anderen Stelle, gelöst und sind wieder auf die Straße geweht worden. Aus der Erfahrung vom Vorabend wurde der zweite Einsatz analog dem Ersten abgearbeitet. Zusätzlich wurden jetzt vorsorglich an der Traufe entlang Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Der Einsatz, an dem 18 Helfer eingesetzt waren, war um 21:00 Uhr beendet. Als mögliche Ursache wird der Diebstahl der Dachrinnen vermutet. Ohne die Dachrinne hat der Sturm an der Traufe eine erheblich größere Angriffsfläche und kann die Dacheindeckung anheben.
Erstmals zum Einsatz kam das vom THW neu angeschaffte Einsatzgerüstsystem. Welches das Arbeiten unter der Decke enorm erleichterte und sicherer machte. Mit dem Einsatzgerüstsystem verfügt das THW über ein Einsatzgerät, das vielseitig, wie zB. bei Abstützungen, beim Steg bau, oder als Arbeitsbühnen eingesetzt werden kann.
Zwischendurch war das THW auch noch bei dem Einbruchsversuch an der Wormser Synagoge. Dort hat der Trupp Eigentumssicherung mit drei Helfern Sicherungsmaßnahmen im Auftrag der Polizei durchgeführt..